Volkswagen zwischen Jobabbau in Deutschland und schwächelndem ID. Buzz in den USA
Ekkehard ScheelVolkswagen zwischen Jobabbau in Deutschland und schwächelndem ID. Buzz in den USA
Volkswagen steht vor gemischten Aussichten, während das Unternehmen sich auf die Veröffentlichung seiner Jahresergebnisse am 10. März 2026 vorbereitet. Die Aktie des Konzerns hat seit Januar um 3,20 % nachgegeben, doch Analysten sind sich über die weitere Entwicklung uneinig. Unterdessen hat die Tochtergesellschaft MAN Truck & Bus eine Vereinbarung getroffen, um bis 2034 in Deutschland 2.300 Stellen abzubauen.
Der elektrische Bulli von Volkswagen, der ID. Buzz, kämpft derweil auf dem US-Markt mit Absatzproblemen. Die Verkäufe des Modells für das Jahr 2026 blieben weit hinter den Erwartungen zurück – in den ersten neun Monaten 2025 wurden weniger als 5.000 Einheiten abgesetzt. Hohe Preise und der Ausschluss von staatlichen Fördergeldern trugen zu der schwachen Performance bei. Infolgedessen wurden Produktion und Vertrieb des Modells nun eingestellt.
Positiver verlaufen die Geschäfte bei Volkswagen Nutzfahrzeuge: Hier verzeichnete das Unternehmen einen deutlichen Anstieg bei den globalen Auslieferungen von Elektrofahrzeugen. Die Lieferungen verdoppelten sich auf 65.900 Einheiten und zeigen damit eine starke Nachfrage in anderen Märkten. Die Aktie, die derzeit bei 102,90 Euro notiert, gilt technisch als überverkauft – der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt bei 27,8.
Gleichzeitig hat MAN Truck & Bus mit den Arbeitnehmervertretern eine Einigung erzielt, um bis 2034 in Deutschland 2.300 Arbeitsplätze abzubauen. Die Vereinbarung sichert Investitionen in Höhe von fast einer Milliarde Euro und verhindert unmittelbare Arbeitskonflikte. Die Bank of America hält an ihrer "Kaufen"-Empfehlung für die Volkswagen-Aktie fest und verweist auf einen vielversprechenden Modellzyklus im Jahr 2026. Die Analysten von Bernstein Research bleiben hingegen mit einer "Market-Perform"-Bewertung zurückhaltender.
Anleger warten nun gespannt auf die Präsentation Volkswagens am 10. März, bei der das Unternehmen seine Pläne für die schwächelnden US-Geschäfte vorstellen wird. Die Stellenstreichungen bei MAN zielen darauf ab, die Kosten zu straffen und gleichzeitig langfristige Finanzmittel zu sichern. Während die Elektroauto-Verkäufe weltweit steigen, aber in den USA ins Stocken geraten, werden die nächsten Schritte mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.
