Volkswagen startet radikale Umstrukturierung mit Milliarden-Einsparungen und Stellenabbau
Mia StollVW spart durch Markenrestrukturierung 1 Milliarde Euro - Volkswagen startet radikale Umstrukturierung mit Milliarden-Einsparungen und Stellenabbau
Volkswagen-Konzern kündigt umfassende Umstrukturierung von Führung und Geschäftsbetrieb an
Die Neuerungen zielen darauf ab, Kosten zu senken, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und die Zusammenarbeit zwischen den Marken des Konzerns zu verbessern. Im Rahmen der Reform übernimmt Thomas Schäfer die Leitung des neu geschaffenen Gremiums der Volkswagen-Marken.
Im Mittelpunkt der Umstrukturierung steht die Schaffung eines einheitlichen, markenübergreifenden Vorstands, der die Bereiche Produktion, technische Entwicklung und Beschaffung zusammenführt. Das neue Gremium der Volkswagen-Marken wird künftig für Marken wie Škoda, Seat/Cupra sowie Volkswagen Nutzfahrzeuge verantwortlich sein. Jede Marke wird statt bisher sechs künftig nur noch vier Vorstandsmitglieder haben – die Gesamtzahl der Sitze reduziert sich damit um ein Drittel.
Die Umsetzung beginnt bereits in diesem Januar, die vollständige Einführung ist bis zum Sommer geplant. Bis 2030 will die Gruppe zudem rund eine Milliarde Euro an Produktionskosten einsparen. Parallel dazu sieht ein Sparprogramm bei der Kernmarke VW den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis zu diesem Zeitpunkt vor.
Die Maßnahmen sollen die Abläufe verschlanken und die Entscheidungsfindung beschleunigen. Eine schnellere Abstimmung zwischen den Marken ist ein zentrales Ziel, um die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns in einem schwierigen Marktumfeld zu sichern.
Das neue Führungsmodell wird voraussichtlich bis Mitte 2025 vollständig greifen. Mit weniger Vorstandsmitgliedern und zentralisierten Bereichen erwartet Volkswagen schlankere Strukturen und geringere Ausgaben. Die Stellenstreichungen und Einsparungen sollen die finanzielle Perspektive des Unternehmens in den kommenden sechs Jahren grundlegend verändern.
