Volkswagen plant radikalen Stellenabbau – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Lidia HartungVolkswagen plant radikalen Stellenabbau – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Volkswagen bereitet sich auf massive Stellenstreichungen vor, von denen bis zu 100.000 Mitarbeiter betroffen sein könnten. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen um die langfristigen Wachstumsperspektiven des Konzerns – insbesondere in Asien. Anleger zeigen sich zurückhaltend, die Aktie notiert mit einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 3,7.
Der Aufsichtsrat wird am 9. Juli zusammentreten, um über die geplanten Kürzungen zu beraten. Vertreter der Belegschaft waren an den ersten Gesprächen nicht beteiligt, was die Spannungen um die Reformen unterstreicht. Konzernchef Oliver Blume und weitere Führungskräfte räumen ein, dass einige Sparten weiterhin kämpfen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Zu den Plänen könnte die Schließung von vier deutschen Werken gehören, darunter Hannover und Emden. Analysten erwarten für das kommende Jahr einen Gewinn je Aktie von 24,21 Euro; derzeit liegt der Aktienkurs bei 72,54 Euro. Das Land Niedersachsen verfügt aufgrund der Satzung von Volkswagen über ein Vetorecht bei zentralen Entscheidungen.
Die Vorschläge zu den Stellenabbau zeigen die Herausforderungen auf, vor denen Volkswagen bei der Umsetzung weitreichender Veränderungen steht. Der Konzern muss Kostensenkungen mit seinen Verpflichtungen gegenüber der Belegschaft und den Regionen in Einklang bringen. Das Ergebnis der Sitzung am 9. Juli wird die nächsten Schritte des Autokonzerns prägen.
