30 June 2026, 04:20

Volkswagen plant radikale Umstrukturierung mit 100.000 Jobabbau bis 2035

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Volkswagen plant radikale Umstrukturierung mit 100.000 Jobabbau bis 2035

Volkswagen hat einen umfassenden Umstrukturierungsplan angekündigt, um finanzielle Schwierigkeiten und sinkende Marktanteile zu bewältigen. Das Unternehmen plant, bis 2035 mehr als 100.000 Arbeitsplätze abzubauen und mehrere Werke zu schließen. Konzernchef Oliver Blume warnte, dass ohne dringende Maßnahmen ab 2030 mit dauerhaften Verlusten zu rechnen sei.

Der Autobauer will sein Modellportfolio von 150 auf etwa 75 Fahrzeuge halbieren. Modelle wie der Jetta, der Q6 e-tron und der Porsche Taycan sollen eingestellt werden. Volkswagen hinkt im Vergleich zu Mitbewerbern bei der Elektrifizierung und digitalen Innovation hinterher, was zu einer schwächeren Nachfrage geführt hat.

Betroffen von möglichen Werksschließungen sind die Standorte Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm. Das Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen könnte deutlich verkleinert werden. Zu den bereits geplanten 50.000 Stellenstreichungen könnten bis zu 65.000 weitere hinzukommen, was mehr als 100.000 der weltweit 660.000 Beschäftigten betreffen würde.

Um Kapital zu beschaffen, beabsichtigt Volkswagen, Vermögenswerte wie Ducati und Europcar zu veräußern und seinen Anteil an Traton zu reduzieren. Eine außerordentliche Hauptversammlung könnte bereits im August stattfinden, um über die Ausgliederung der Marke VW und der Komponentensparte zu beraten. Die Familie Porsche/Piëch zeigte sich frustriert über den mangelnden Einfluss auf die Zukunftsgestaltung des Konzerns.

Ohne Verbesserungen droht Volkswagen eine Herabstufung der Bonitätsnote, was die Kreditkosten erhöhen würde. Die Umstrukturierung zielt darauf ab, dies zu verhindern und die finanzielle Lage des Unternehmens zu stabilisieren. Die vorgeschlagenen Änderungen würden die Geschäftsaktivitäten und die Belegschaft von Volkswagen grundlegend verändern. Das Unternehmen hofft, seine finanzielle Zukunft zu sichern und im sich wandelnden Automarkt wieder wettbewerbsfähig zu werden. Ein Scheitern der Maßnahmen könnte ab 2030 zu anhaltenden finanziellen Problemen führen.

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