Volkswagen Osnabrück drosselt Produktion – Zukunft des Werks bleibt ungewiss
Lidia HartungVolkswagen Osnabrück drosselt Produktion – Zukunft des Werks bleibt ungewiss
Das Volkswagen-Werk in Osnabrück steht vor einer Phase der Unsicherheit, da die Produktion gedrosselt wird. Das Werk, in dem derzeit der T-Roc Cabrio gefertigt wird, steht in den kommenden Monaten vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Belegschaft muss mit verkürzten Arbeitszeiten und verlängerten Stillstandsphasen des Arbeitszeitrechners rechnen, bevor das Modell wie geplant im nächsten Jahr ausläuft.
Von Oktober bis Dezember wird die Arbeitswoche um jeweils einen Tag verkürzt. Zusätzlich fallen im letzten Quartal 19 weitere Produktionstage aus. Die erste dieser Pausen beginnt am 10. Oktober mit einer vollständigen einwöchigen Werksstilllegung bis zum 17. Oktober. Volkswagen begründet diese Maßnahmen mit der schwachen Nachfrage nach dem T-Roc Cabrio.
Die Zukunft des Standorts Osnabrück bleibt ungewiss. Zwar ist die Produktion des T-Roc Cabrio noch bis Mitte 2027 gesichert, doch ein Nachfolgemodell steht noch nicht fest. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen eine Entscheidung in Aussicht gestellt, doch bisher gibt es keine konkreten Pläne. Vier Optionen werden weiterhin geprüft: ein neues VW-Modell, eine andere Rolle innerhalb des Konzerns, die Auftragsfertigung für eine andere Marke oder externe Investitionen. Der Vfl Osnabrück, das letzte Volkswagen-Cabriolet, wird in den nächsten zwölf Monaten vom Band in Osnabrück rollen. Danach hängt die langfristige Ausrichtung des Werks von noch ausstehenden Entscheidungen ab.
Bis Ende des Jahres arbeitet das Werk mit reduzierten Arbeitszeiten und verlängerten Produktionspausen. Ohne einen bestätigten Nachfolger für den T-Roc Cabrio warten die Beschäftigten und die Region gespannt darauf, wie es weitergeht. Volkswagen hat keinen Zeitplan für eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Standorts genannt.
