27 January 2026, 07:02

Verformte Dichtungen im stillgelegten Atomkraftwerk Grohnde sorgen für Aufsehen

Ein Feuerwehrmann in voller Montur schaut durch ein Loch in einer Wand, hält ein Objekt und hat eine Tür rechts im Bild.

Verformte Dichtungen im stillgelegten Atomkraftwerk Grohnde sorgen für Aufsehen

Vorfall im stillgelegten Atomkraftwerk Grohnde gemeldet

Der Betreiber PreussenElektra hat einen Vorfall im abgeschalteten Atomkraftwerk Grohnde gemeldet. Dabei handelte es sich um verformte Dichtungen an mehreren Brandschutzklappen, was Bedenken hinsichtlich eines möglichen systematischen Defekts aufkommen ließ. Die Behörde stuften das Ereignis nach den Sicherheitsvorschriften als geringfügig ein.

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Die Anlage, eine der letzten drei deutschen Atomkraftwerke, die in der Silvesternacht 2022/2023 vom Netz gingen, wird weiterhin während des Rückbaus überwacht. Die Betreiber entdeckten die verformten Dichtungen an mehreren Klappen, was aufgrund möglicher weitergehender Auswirkungen eine Meldepflicht auslöste. Trotz der Verformungen funktionierten die Klappen jedoch weiterhin ordnungsgemäß und verhinderten die Ausbreitung von Feuer.

Der Vorfall wurde nach der Atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) als N 2.1.2 eingestuft – entsprechend INES 0, der niedrigsten Schweregrad-Kategorie. Behörden bestätigten, dass das Problem keine Verzögerungen oder Änderungen im laufenden Rückbauzeitplan des Atomkraftwerks zur Folge habe.

PreussenElektra, verantwortlich für den Rückbau, hat die Meldeverfahren für den Vorfall eingehalten. Unmittelbare Sicherheitsrisiken wurden nicht festgestellt, und die Klappen blieben wirksam. Der Vorfall dient als routinemäßige Meldung im Rahmen der nuklearen Aufsichtsbestimmungen.