04 February 2026, 19:14

Verdi ruft zu Warnstreiks in drei Nordseehäfen auf – Betrieb liegt lahm

Eine Zeichnung einer Seeschlacht mit mehreren Schiffen, datiert auf Februar 18, 1853.

Verdi ruft zu Warnstreiks in drei Nordseehäfen auf – Betrieb liegt lahm

Die Gewerkschaft Verdi hat für diese Woche Warnstreiks an drei deutschen Häfen ausgerufen. Beschäftigte in Stade, Cuxhaven und Emden werden im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen die Arbeit niederlegen. Damit will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, nachdem die Gespräche in einer Sackgasse stecken.

Die Streiks beginnen am Mittwoch in Stade. Einen Tag später werden die Arbeitsniederlegungen auf Cuxhaven und Emden ausgeweitet. In Emden ist für Donnerstagmorgen eine Kundgebung geplant, die um 9:00 Uhr an der Hochschule Emden/Leer startet. Von dort aus wird der Protestzug zum Haupttor des Hafens an der Frisiastraße ziehen und zwischen 10:00 und 10:15 Uhr eintreffen.

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Während der Streiks bleibt der Notdienst eingeschränkt aufrechterhalten. Nur unabdingbare Aufgaben wie die Hafenaufsicht und die Gefahrenabwehr werden weitergeführt. Der kommerzielle Betrieb, einschließlich der Schleusendienste, kommt dagegen vollständig zum Erliegen. Während in Emden eine Notdienstvereinbarung getroffen wurde, gibt es solche Regelungen in Stade und Cuxhaven nicht.

Der Aufruf zu den Streiks folgt auf wochenlange ergebnislose Lohnverhandlungen. Verdi hat nicht bekannt gegeben, wie viele Häfen ursprünglich für Arbeitskampfmaßnahmen in Betracht gezogen wurden und welche Standorte schließlich von den Aktionen ausgenommen blieben.

Die Streiks werden den Betrieb an drei wichtigen Häfen mindestens zwei Tage lang lahmlegen. Sollte es keine Einigung geben, ist eine weitere Zuspitzung des Konflikts nicht ausgeschlossen. Bisher haben weder die Arbeitgeberseite noch die Gewerkschaft Fortschritte in den Verhandlungen gemeldet.