Verbraucherzentrale warnt: Darauf müssen Sie beim Rückgeben von Artikeln an Black Friday achten
H.-Dieter HuhnVerbraucherzentrale warnt: Darauf müssen Sie beim Rückgeben von Artikeln an Black Friday achten
Verbraucherzentrale warnt: Worauf Sie bei Rückgaben zum Black Friday achten müssen
Teaser: Die Aktionstage rund um den Black Friday sind traditionell die umsatzstärkste Zeit des Jahres.
- November 2025, 10:30 Uhr
Schlagwörter: Finanzen, Einzelhandel, Wirtschaft
Der Black Friday 2025 steht am 28. November an, gefolgt vom Cyber Monday am 1. Dezember. Zwar planen noch immer viele Verbraucher:innen, nach Schnäppchen zu jagen, doch die Begeisterung scheint nachzulassen. Gleichzeitig warnen Behörden und Verbraucherschützer vor steigendem Online-Betrug im Vorfeld des Kaufrauschs.
Die diesjährigen Shopping-Tage werden mit gemischten Erwartungen angegangen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) prognostiziert ein Umsatzvolumen von 5,8 Milliarden Euro – ein leichter Rückgang um 2 Prozent im Vergleich zu 2024. Dennoch beabsichtigen 40 Prozent der Deutschen, an diesem Wochenende etwas zu kaufen, wobei jüngere Käufer:innen die treibende Kraft sind. Mehr als die Hälfte der Generation Z und der Millennials (52 Prozent) geben an, voraussichtlich einen Kauf zu tätigen, während 21 Prozent dieser Gruppe sogar ein wachsendes Interesse an Black-Friday-Angeboten im Vergleich zu den Vorjahren bekunden.
Doch die Sorge vor Betrug wächst. Eine Warnung der Schufa und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hebt die Gefahr gefälschter Online-Shops hervor. Am 25. November gab das BSI in Bonn eine öffentliche Warnung heraus und rief zu erhöhter Vorsicht beim Online-Kauf auf. Die Zahlen untermauern die Warnungen: 26 Prozent der Käufer:innen waren bereits Opfer von Online-Betrug, in 32 Prozent dieser Fälle waren gefälschte Shops beteiligt. Auch die Rückgabebedingungen sorgen für Frust. Sobald die gesetzliche Widerrufsfrist abläuft, können Händler:innen eigene Rückgaberegeln festlegen – zum Nachteil der Verbraucher:innen. Um Streit zu vermeiden, raten Expert:innen, Rücksendungen lückenlos zu dokumentieren, etwa durch Fotos oder Videos der Ware, und innerhalb der Widerrufsfrist zu handeln.
Insgesamt scheint die Kauflaune gedämpft. Eine Umfrage ergab, dass sich 43 Prozent der Befragten weniger auf große Verkaufsaktionen freuen als in den Vorjahren. Gründe dafür sind unter anderem das steigende Betrugsrisiko und komplizierte Rückgabeverfahren, die die übliche Black-Friday-Euphorie dämpfen.
Der Black Friday 2025 wird zwar Milliardenumsätze generieren, doch die Kund:innen gehen vorsichtiger ans Werk. Jüngere Käufer:innen zeigen sich zwar weiterhin am aktivsten, doch Betrugswarnungen und Rückgabeschwierigkeiten bringen viele dazu, ihre Ausgaben zu überdenken. Angesichts leicht sinkender Umsatzerwartungen beobachten Händler:innen und Behörden gleichermaßen, wie sich das Konsumverhalten in den kommenden Tagen entwickelt.
