09 January 2026, 12:52

Überlebende der NS-Lager bricht ihr Schweigen in Osnabrück

Ein historisches Schild mit Symbolen und Text in der Mitte des Bildes.

Überlebende der NS-Lager bricht ihr Schweigen in Osnabrück

Überlebende von vier NS-Konzentrationslagern teilt ihre Geschichte bei öffentlicher Veranstaltung in Osnabrück

Agnes Geisler, die als neunjähriges Sinti-Mädchen Auschwitz, Ravensbrück, Mauthausen und Bergen-Belsen überlebte, wird ihr Schweigen brechen und ihr Schicksal bei einer öffentlichen Lesung in Osnabrück schildern. Am 22. Januar 2023 wird ihr Bericht ab 18:30 Uhr im Museumsquartier der Stadt vorgelesen und diskutiert.

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Geislers Entscheidung, nun an die Öffentlichkeit zu treten, fällt in eine Zeit wachsender Besorgnis über das politische Klima in Deutschland. Sie sieht ihre Zeugnisse als Mahnung vor geschichtlicher Vergessenheit und als Appell, die Erinnerung an die Vergangenheit wachzuhalten.

Die Veranstaltung wird von Louis Pawellek geleitet, der zu Geisler ein enges Vertrauensverhältnis aufgebaut hat, um ihre Erlebnisse zu dokumentieren. Diese besondere Verbindung ermöglichte es ihm, ihren leidvollen Weg durch die Lager festzuhalten. Pawellek wird die Lesung und Diskussion begleiten und dafür sorgen, dass ihre Stimme direkt beim Publikum ankommt. Das Museumsquartier in Osnabrück, ein Ort, der häufig für kulturelle und historische Reflexionen genutzt wird, bietet den Rahmen für diese Begegnung. Die Organisatoren erwarten, dass der Abend die anhaltende Bedeutung von Zeitzeug:innenberichten in den Fokus rückt.

Geislers Geschichte wird in einer Phase gehört, in der sie die Erinnerung dringlicher denn je erscheint. Die Veranstaltung bietet eine seltene Gelegenheit, sich mit einem authentischen Bericht über das Überleben in mehreren NS-Lagern auseinanderzusetzen. Ihr Zeugnis, bewahrt durch Pawelleks Engagement, steht als Dokument des Widerstandswillens und als Aufruf zur Wachsamkeit.