TU Braunschweig erhält 73 Millionen Euro für revolutionäre Batterieforschung und glänzt mit Preisen
Ekkehard ScheelTU Braunschweig erhält 73 Millionen Euro für revolutionäre Batterieforschung und glänzt mit Preisen
Technische Universität Braunschweig sichert sich bedeutende Fördergelder und Anerkennung in mehreren Forschungsbereichen
Die Universität verzeichnete kürzlich beachtliche Erfolge, darunter eine 73-Millionen-Euro-Förderung für die Batterieforschung in München, prestigeträchtige Auszeichnungen für Wissenschaftler:innen sowie neue Kooperationen in den Bereichen Luftfahrt und digitale Bildung.
In den vergangenen Wochen wurden zudem mehrere Start-ups, Professor:innen und Institute ausgezeichnet – ein Beleg für die wachsende Bedeutung der Hochschule in Technologie und Innovation.
Das Zentrum für Kreislauffähige Produktion von Batterien und Brennstoffzellen der nächsten Generation (CPC) erhielt vom Niedersächsischen Landtag 73 Millionen Euro. Über 150 Forscher:innen werden sich nun mit nachhaltigen Energiespeichersystemen befassen und kreislauffähige Produktionsmethoden für Batterien und Brennstoffzellen entwickeln.
Am 4. Dezember wurden zwei Start-ups der TU Braunschweig – Aeon Robotics und PhySens – mit dem Braunschweiger Gründerpreis ausgezeichnet. Die Veranstaltung würdigte lokales Unternehmergeist und technologische Fortschritte in der Robotik und Sensorik.
Professorin Stefanie Kroker erhielt vom Europäischen Forschungsrat (ERC) einen Consolidator Grant in Höhe von zwei Millionen Euro. Ihre Forschung zu optischen Resonatoren könnte Durchbrüche in der Photonik und Präzisionsmesstechnik ermöglichen. Gleichzeitig wurde Professor Tim Fingscheidt für seine Arbeiten zur Sprachverbesserung und Bewertungsmethoden zum IEEE Fellow ernannt.
Im Bereich Luft- und Raumfahrt erweitert die Universität ihr Engagement: Zwei weitere Institute stoßen zur Weltraumforschung hinzu. Das Institut für Flugführung (IFF) spezialisiert sich auf Navigation und Flugsteuerung, während das Institut für Flugzeugbau und Leichtbau (IFL) die Ausbildung in der Luft- und Raumfahrttechnik vorantreibt. Beide werden mit dem bestehenden Institut für Raumfahrtsysteme und dem Institut für Nachrichtentechnik zusammenarbeiten.
Am 28. November veranstaltete das Niedersächsische Forschungszentrum für Luftfahrt (NFL) seinen Forschungstag, bei dem der Hermann-Blenk-Forschungspreis und der Karl-Doetsch-Nachwuchsförderpreis verliehen wurden. Die Veranstaltung präsentierte Fortschritte in der Luftfahrttechnik und unterstützte junge Wissenschaftler:innen.
Ein neues Media Lab wurde eröffnet und bietet Raum für digitale Lehrversuche und kollaborative Werkzeuge. Die Einrichtung soll Dozent:innen und Studierenden helfen, moderne Bildungsmethoden zu erkunden.
Zudem stärkt die Universität ihre Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Delft (TU Delft). Eine gemeinsame Rekrutierungsinitiative wird eine Informationsveranstaltung für Studierende und Promovierende anbieten, die an Forschungsmöglichkeiten an der TU Braunschweig interessiert sind.
Am 12. Dezember hält Professor Oliver Völkerink seine Antrittsvorlesung zum Thema nachhaltiger Leichtbau in der Mobilität. Sein Vortrag mit dem Titel "Wie kann nachhaltiger Leichtbau durch funktionale Integration die Zukunft der Mobilität prägen?" wird Innovationen in Materialwissenschaft und Ingenieurwesen beleuchten.
Darüber hinaus beteiligt sich die Universitätsbibliothek am Projekt "Grundlegende Forschungsdatenmanagement-Dienste für Niedersachsen". Die Initiative zielt darauf ab, die Datenverarbeitung und -zugänglichkeit für Forscher:innen im gesamten Bundesland zu verbessern.
Die jüngsten Fördermittel, Auszeichnungen und Partnerschaften unterstreichen die Schlüsselrolle der TU Braunschweig in den Bereichen Energie, Luftfahrt und digitale Bildung. Mit 73 Millionen Euro für die Batterieforschung und laufenden Kooperationen – etwa mit der TU Delft – erweitert die Universität ihren Einfluss.
Kommende Veranstaltungen wie die Antrittsvorlesung von Professor Völkerink und die Eröffnung des Media Labs werden das Engagement für Innovation und Nachhaltigkeit weiter in den Fokus rücken.
