23 May 2026, 06:24

Tempelhofer Feld: Kai Wegner plant begrenzte Bebauung für 20.000 Wohnungen

Wegner: Berlin könnte am Rand des Tempelhofer Felds bauen

Tempelhofer Feld: Kai Wegner plant begrenzte Bebauung für 20.000 Wohnungen

Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner prüft Pläne zur Bebauung eines Teils des Tempelhofer Felds. Die Vorschläge sehen vor, entlang der Ränder des ehemaligen Flughafenareals Wohnraum zu schaffen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass eine Mehrheit der Anwohner:innen eine begrenzte Bebauung in dem Gebiet befürwortet.

Ein Referendum im Jahr 2014 hatte zuvor jegliche Bauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof blockiert. Der aktuelle Entwurf betrifft jedoch nur ein Drittel der 300 Hektar großen Fläche – die zentralen 200 Hektar Wiesenland bleiben gemäß dem Tempelhof-Gesetz geschützt.

Das Vorhaben zielt darauf ab, über 20.000 Wohnungen zu errichten, in denen mehr als 50.000 Menschen Platz finden könnten. Eine Gruppe von Architekt:innen stellte kürzlich einen Entwurf für rund 21.000 Wohneinheiten auf dem vorgesehenen Gelände vor. Bürgermeister Wegner verwies auf eine breite öffentliche Unterstützung für die Randbebauung und berief sich auf eine repräsentative Umfrage, bei der sich 59 Prozent der Befragten für eine „maßvolle Entwicklung an den Rändern“ aussprachen, um die Wohnungsnot in Berlin zu lindern.

Bevor eine Entscheidung fällt, wird der Finanzsenator die wirtschaftliche Machbarkeit des Projekts prüfen. Die Bewertung soll klären, ob die Bebauung unter Einhaltung der rechtlichen Schutzbestimmungen für die Freifläche voranschreiten kann.

Die Pläne würden eine deutliche Veränderung in der Nutzung des Tempelhofer Felds bedeuten – ein Abwägen zwischen dringendem Wohnbedarf und Erhalt des offenen Raums. Bei einer Genehmigung könnten die Bauarbeiten in den äußeren Bereichen des Geländes beginnen. Der nächste Schritt hängt von der finanziellen Prüfung und weiteren Bürgerbeteiligung ab.

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