09 June 2026, 18:35

Stuttgart 21: Durchgangsbahnhof droht nächste massive Verzögerung bis 2031

Eisenbahn unter Druck - Was Özdemir zu Stuttgart 21 fordert

Stuttgart 21: Durchgangsbahnhof droht nächste massive Verzögerung bis 2031

Stuttgart 21: Bahnprojekt erleidet nächsten schweren Rückschlag – Durchgangsbahnhof erst Ende 2031?

Das Großprojekt Stuttgart 21 steht vor einem weiteren schweren Dämpfer: Nach aktuellen Berichten soll der neue Durchgangsbahnhof frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen. Die erneute Verzögerung löst scharfe Kritik aus der Politik aus – darunter von Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir, der von der Deutschen Bahn klare Aussagen zur Zukunft des Vorhabens fordert.

Ursprünglich sollte Stuttgart 21 das Schienennetz der Stadt revolutionieren: mit neuen Bahnhöfen, Tunneln, Brücken und einem komplett unterirdischen Hauptknoten. Das übergeordnete Projekt Stuttgart–Ulm umfasst zudem die 2022 eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Wendlingen und Ulm. Doch das Herzstück – der unterirdische Bahnhof – bleibt ein Sorgenkind: Schon im November 2022 wurde die geplante Teilinbetriebnahme auf unbestimmte Zeit verschoben.

Ein zentrales Problem ist die Digitalisierung des Stuttgarter Bahnknotens, der als erstes voll digitalisiertes Verkehrsdrehkreuz Deutschlands geplant war. Die Komplexität dieses Vorhabens hat maßgeblich zu den Verzögerungen beigetragen. Gleichzeitig sind die Kosten von ursprünglich veranschlagten 4,5 Milliarden Euro (2009) auf nun rund 11,3 Milliarden Euro explodiert – eine Last, die die Deutsche Bahn nun allein tragen muss.

Özdemir verlangt von der Bahn verlässliche Daten und ein verbindliches Bekenntnis zur Fertigstellung – inklusive der vollständigen Digitalisierung. Weitere Verzögerungen hätten „schwere Folgen“ für Baden-Württemberg und die Millionen Fahrgäste, die auf das Schienennetz angewiesen sind, warnte er.

Die jüngsten Meldungen verschieben die Eröffnung des Durchgangsbahnhofs damit auf Ende 2031 – ein weiterer Meilenstein in der langen Geschichte der Rückschläge. Die Deutsche Bahn steht nun unter Druck, klare Zeitpläne vorzulegen und das Projekt endlich zum Abschluss zu bringen. Steigende Kosten und technische Hürden verschärfen die Herausforderungen zusätzlich.

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