08 June 2026, 08:24

Streit um Pflicht-Rente: Wer soll für die betriebliche Altersvorsorge zahlen?

CDA unterstützt verpflichtende betriebliche Altersvorsorge

Streit um Pflicht-Rente: Wer soll für die betriebliche Altersvorsorge zahlen?

Die deutsche Regierungskoalition hat eine umfassende Rentenreform versprochen. Nun drängen politische Vertreter und Gewerkschaften auf eine gesetzliche betriebliche Altersvorsorge, um die Absicherung im Ruhestand zu stärken. Vorschläge von CDU und Gewerkschaften zielen darauf ab, die künftigen Einkommen der Arbeitnehmer zu sichern.

Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), fordert eine verpflichtende betriebliche Rente. Ihr Konzept sieht vor, dass Arbeitgeber gemeinsam mit den Beschäftigten in das System einzahlen. Ziel ist es, eine zusätzliche Säule der Altersvorsorge neben der gesetzlichen Rente aufzubauen.

Dennis Radtke, Chef der CDU-Arbeitnehmergruppe, unterstützt einen ähnlichen Ansatz. Er plädiert dafür, alle Arbeitnehmer per Gesetz in betriebliche Altersvorsorgesysteme einzubinden. Radtke schlägt zudem vor, die drei bestehenden Rentensäulen – gesetzlich, betrieblich und privat – enger zu verzahnen, um ein ausreichendes Einkommen im Ruhestand zu gewährleisten.

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Radtke verwies darauf, dass in einigen Branchen, etwa der Chemieindustrie, bereits erfolgreiche Modelle betrieblicher Altersvorsorge existieren. Diese könnten als Vorbild für ein flächendeckendes System dienen.

Die Debatte über eine Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge gewinnt an Fahrt. Sowohl Gewerkschaften als auch politische Vertreter sind sich einig, dass die Ruhestandsabsicherung gestärkt werden muss. Sollte die Reform umgesetzt werden, wären Arbeitgeberbeiträge vorgesehen – und sie würde für alle Beschäftigten in Deutschland gelten.

Quelle