17 June 2026, 17:44

Streit um E-Auto-Förderung: Warum China profitiert und Deutschland leer ausgeht

Dealers: E-car subsidy mainly goes to China

Streit um E-Auto-Förderung: Warum China profitiert und Deutschland leer ausgeht

Die deutsche staatliche Förderung für Elektroautos sorgt für eine Debatte über deren Wirkung und Gerechtigkeit. Das in diesem Jahr gestartete 3,5-Milliarden-Euro-Programm gewährt bis zu 6.000 Euro Zuschuss für den Kauf bestimmter E-Fahrzeuge. Kritiker bemängeln, dass vor allem ausländische Hersteller – und nicht die heimische Industrie – davon profitieren.

Seit dem 1. Januar 2026 können Käufer von in Deutschland zugelassenen Elektroautos die Förderung beantragen. Die Höhe der Unterstützung hängt vom Modell und den individuellen Umständen ab, wobei maximal 6.000 Euro ausgezahlt werden. Händler der Weller-Gruppe verzeichneten im Mai einen deutlichen Anstieg der Verkäufe günstiger chinesischer E-Autos – die Zahlen verdoppelten sich nahezu.

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Eine Umfrage des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) ergab, dass die meisten geförderten Fahrzeuge im Preissegment zwischen 20.000 und 30.000 Euro lagen. Fast ausnahmslos handelte es sich dabei um chinesische Marken. Deutsche Hersteller bieten in dieser Preisklasse bisher keine Modelle an.

Burkhard Weller, Präsident des ZDK, kritisierte die Lobeshymnen von Umweltminister Carsten Schneider für das Förderprogramm. Weller argumentierte, es habe lediglich einen Stau bereits geplanter Käufe abgebaut, statt neue Käufer für E-Autos zu gewinnen. Er forderte eine breitere Förderung, darunter auch Zuschüsse für Gebrauchtwagen, einen Ausbau der Ladeinfrastruktur und niedrigere Strompreise. Zudem schlug er vor, Ladestationen nach dem Vorbild des Mobilfunk-Roamings abzurechnen – mit einem einheitlichen, transparenten Preis, der über den heimischen Tarif abgewickelt wird.

Bisher kommt die Subvention vor allem ausländischen Herstellern zugute, insbesondere chinesischen. Händler bestätigen, dass der Großteil der geförderten Verkäufe auf günstige E-Autos aus China entfällt. Die Diskussion über Effizienz und Fairness des Programms hält an, während Forderungen nach umfassenden Reformen in der Branche lauter werden.

Quelle