Steuerfahnder decken 550.000 Euro Schwarzgeld bei bayerischen Influencern auf
H.-Dieter HuhnSteuerfahnder decken 550.000 Euro Schwarzgeld bei bayerischen Influencern auf
Eine Überprüfung von Social-Media-Influencern in Bayern hat unversteuerte Einnahmen in Höhe von 550.000 Euro aufgedeckt. Die Ermittlungen führte die Sonderabteilung „eCommerce“ beim Bayerischen Landesamt für Steuern durch. Die Behörden prüfen nun, ob aus den verbleibenden Datensätzen weitere Nachzahlungen resultieren.
Die Einheit analysierte rund 9.000 Datensätze mit Bayern-Bezug, die ein Gesamtumsatzvolumen von 211 Millionen Euro repräsentieren. Bisher wurde etwa die Hälfte der relevanten Datensätze ausgewertet – bei den bereits geprüften Fällen summiert sich der Umsatz auf 1,4 Milliarden Euro. Mithilfe KI-gestützter Software wurden die Aktivitäten von Influencern und anderen Online-Persönlichkeiten erfasst und bewertet.
Finanzminister Albert Füracker (CSU) betonte, dass Influencer und Social-Media-Profis ihren „fairen Steueranteil“ entrichten müssten. Die „eCommerce“-Abteilung beobachtet den schnell wachsenden Sektor besonders genau. Weitere Datensätze stehen noch aus, doch ob sich daraus zusätzliche Steuerrückstände ergeben, ist noch unklar.
Die Ergebnisse unterstreichen den Einsatz moderner Technologie in der Steuerfahndung. Durch die Arbeit der Einheit wurden bereits 550.000 Euro an nachgeforderten Steuern von bayerischen Influencern gesichert. Weitere Feststellungen könnten folgen, sobald die restlichen Datensätze ausgewertet sind.






