25 June 2026, 14:24

Spionagevorwürfe gegen CISPA: Wurde deutsche Forschung an China weitergegeben?

Verdacht auf akademische Spionage

Spionagevorwürfe gegen CISPA: Wurde deutsche Forschung an China weitergegeben?

Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, in wissenschaftliche Spionage zugunsten Chinas verwickelt zu sein. Eine aktuelle Untersuchung des Handelsblatts wirft Fragen zu sensiblen Datentransfers nach China auf und stellt indirekt die gesamte deutsch-chinesische Forschungskooperation auf den Prüfstand.

Das 2011 gegründete und seit 2019 zur Helmholtz-Gemeinschaft gehörende Institut gerät zunehmend in die Kritik, nachdem bekannt wurde, dass in einer seiner Forschungsgruppen 18 von 19 Mitgliedern chinesischer Herkunft waren. Eine weitere Gruppe bestand ausschließlich aus chinesischen Wissenschaftler:innen, von denen einige Verbindungen zur Rüstungsindustrie Chinas aufweisen sollen.

Michael Backes, der Direktor des Instituts, ist vorläufig von seinen Aufgaben enthoben worden, während ein unabhängiger Sonderprüfer die Vorwürfe untersucht. Backes hat seine Suspendierung öffentlich unterstützt und die Prüfung begrüßt. Die Vorwürfe kommen zu einem kritischen Zeitpunkt, da CISPA eine große Erweiterung plant – darunter ein Neubau mit geschätzten Kosten von 350 Millionen Euro.

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Die Untersuchung soll klären, ob sensible Forschungsergebnisse unzulässig an chinesische Stellen weitergegeben wurden. Die Ergebnisse könnten nicht nur die Zukunft von CISPA, sondern auch die wissenschaftlichen Partnerschaften Deutschlands mit China insgesamt beeinflussen. Der Bericht des Sonderprüfers soll in Kürze Klarheit über die Vorwürfe bringen.

Quelle