31 January 2026, 20:51

Selbstbestimmungsgesetz führt zu Rekordzahlen bei Geschlechtsänderungen in Deutschland

Eine Karte von Europa im Jahr 2017 mit verschiedenen Blautönen, die unterschiedliche Grade der Geschlechtergerechtigkeit anzeigen, begleitet von der fetten Schrift "Geschlechtergerechtigkeitsindex 2017 Machtübersicht" auf der linken Seite.

Selbstbestimmungsgesetz führt zu Rekordzahlen bei Geschlechtsänderungen in Deutschland

Neue Zahlen zeigen einen stetigen Anstieg der Änderungen des rechtlichen Geschlechtseintrags in ganz Deutschland, seit das Selbstbestimmungsgesetz in Kraft getreten ist. Allein 2025 aktualisierten Tausende ihre offiziellen Unterlagen – in einigen Städten waren die Zahlen dabei deutlich höher als in anderen. Das im November 2024 eingeführte Gesetz hat das Verfahren einfacher und zugänglicher gemacht.

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Von Januar bis Oktober 2025 änderten bundesweit etwa 15.000 Menschen ihren Geschlechtseintrag. Der Trend zeichnete sich bereits Ende 2024 ab: Freiburg erhielt in den ersten beiden Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes 84 Anträge – fast genauso viele wie im gesamten folgenden Jahr mit 85. Wolfsburg hingegen bearbeitete zwischen November 2024 und Dezember 2025 insgesamt 75 Änderungen.

Unter den niedersächsischen Städten führte Eintracht Braunschweig mit 103 Aktualisierungen im Jahr 2025. Es folgte Salzgitter mit 69 Erklärung, wobei der häufigste Wechsel von weiblich zu männlich erfolgte – insgesamt 34 Fälle. Wolfenbüttel verzeichnete bis Oktober 38 Änderungen, allerdings schlossen nur 25 Personen das Verfahren nach der vorgeschriebenen dreimonatigen Wartefrist ab.

Auch kleinere Städte verzeichneten Bewegung: Goslar zählte 33 Aktualisierungen, davon 21 Wechsel von weiblich zu männlich. In Peine wurden 16 Änderungen registriert, aufgeteilt in zehn von weiblich zu männlich und vier von männlich zu weiblich. Helmstedt bearbeitete 35 Aktualisierungen, während Gifhorn 13 Erklärungen nach dem neuen Gesetz verzeichnete.

Die Daten verdeutlichen, wie das Selbstbestimmungsgesetz seit Ende 2024 die Änderung des Geschlechtseintrags vereinfacht hat. Städte wie Eintracht Braunschweig und Wolfsburg meldeten einige der höchsten Zahlen und spiegeln damit den bundesweiten Trend wider. Mit fast 15.000 Aktualisierungen in nur zehn Monaten zeigt sich die Wirkung des Gesetzes deutlich in den offiziellen Statistiken.