Sein Zuhause ist der Zug: Wie Lasse Stolley im Schienennetz lebt und arbeitet
Lidia HartungSein Zuhause ist der Zug: Wie Lasse Stolley im Schienennetz lebt und arbeitet
Lasse Stolley hat die letzten drei Jahre auf den Zügen der Deutschen Bahn verbracht. Mittlerweile arbeitet er als Vollzeit-Zugbegleiter für TRI Train Rental und reist für seinen Job quer durch Deutschland. Sein ungewöhnlicher Lebensstil begann jedoch lange vor seiner aktuellen Tätigkeit – seit Jahren sind Züge sein Zuhause.
Stolley arbeitet 40 Stunden pro Woche und verdient knapp unter 3.400 Euro brutto im Monat. Sein Arbeitgeber übernimmt die Hälfte der Kosten für seine BahnCard 100, die ihn ansonsten fast 6.000 Euro im Jahr kosten würde. Trotz seines anstrengenden Arbeitsplans verbringt er auch in seiner Freizeit viele Nächte in Zügen.
Er legt bis zu 1.000 Kilometer am Tag zurück und pendelt für seine Arbeit zwischen verschiedenen Städten. Offiziell ist er noch bei seinen Eltern in Norddeutschland gemeldet. Sein Leben auf Schienen hat auch eine private Seite: Seine Freundin lernte er in einer DB Lounge kennen.
Stolleys Beruf und Lebensweise sind eng mit dem deutschen Schienennetz verbunden. Die finanzielle Unterstützung seines Arbeitgebers macht sein ausgedehntes Reisen erst möglich. Seine Geschichte zeigt, wie stark sein Arbeits- und Privatleben mit der Bahn verknüpft ist.
