Schweinepreise brechen ein: Landwirte kämpfen mit Rekordtief seit 2022
Ekkehard ScheelSchweinepreise brechen ein: Landwirte kämpfen mit Rekordtief seit 2022
Die Schweinepreise in Deutschland sind stark gefallen und haben ein Niveau erreicht, das zuletzt Anfang 2022 zu beobachten war. Landwirte erhalten für Schlachtschweine deutlich weniger Geld, da die Nachfrage schwächelt und das Angebot hoch bleibt. Die jüngsten Preissenkungen haben den Handel nicht belebt, sodass die Erzeuger unter zunehmenden finanziellen Druck geraten.
Der Abwärtsdruck auf die Schweinepreise hat sich in den letzten Wochen stetig aufgebaut. Schlachthöfe setzten deutliche Preiskürzungen durch und begründeten dies mit schlechten Fleischverkäufen und einem Überangebot an Tieren. Trotz einer Preissenkung am 24. September verbesserte sich die Handelsaktivität jedoch nicht.
Die Lage verschärfte sich weiter, als bei Online-Auktionen für Schweine in drei aufeinanderfolgenden Sitzungen keine Käufer gefunden wurden. Da große Mengen schwerer Schweine auf den Markt drängen, bleibt die Nachfrage im Großhandel unverändert schwach. Branchenexperten warnen, dass sich ohne eine deutliche Preiskorrektur ein Überangebot aufbauen könnte, das hohe Schlachtmengen gefährdet. Als Reaktion darauf hat der VEZG den Verbandspreis für Schlachtschweine auf 1,70 Euro pro Kilogramm Lebendgewicht gesenkt. Diese Reduzierung gilt vom 9. bis 15. Oktober und spiegelt die anhaltenden Schwierigkeiten wider, das Angebot mit der schwachen Fleischnachfrage in Einklang zu bringen.
Die jüngste Preisanpassung bringt die Erlöse der Landwirte auf das Niveau von Anfang 2022 zurück. Schlachthöfe haben weiterhin Probleme, schwere Schweine aufgrund der schwachen Nachfrage zu vermarkten. Sollte sich der Fleischabsatz nicht erholen, könnten in den kommenden Wochen weitere Preissenkungen folgen.
