21 December 2025, 07:37

Schweinehaltung 2025: Überraschendes Signal aus Niedersachsen

Schweine in der Mitte eines Bildes mit trockenem Gras unten, einem Haus im Hintergrund und einer Wand.

Schweinehaltung 2025: Überraschendes Signal aus Niedersachsen

Schweinehaltung 2025: Überraschendes Signal aus Niedersachsen

Vorboten einer Wende? Die vorläufigen Ergebnisse der Viehzählung in Niedersachsen zeigen ein überraschendes Signal: Erstmals seit Jahren steigt die Zahl der Schweine wieder an.

20. Dezember 2025, 05:23 Uhr

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Nach Jahren des Rückgangs verzeichnet Niedersachsen erstmals wieder einen Anstieg der Schweinebestände. Das geht aus vorläufigen Zahlen der aktuellen Viehzählung hervor. Die Region, in der rund ein Drittel aller deutschen Schweine gehalten werden, zählte im Vergleich zu November 2024 etwa 95.000 Tiere mehr – ein Plus von 1,3 %. Damit deutet sich eine Trendwende in der langjährigen Schrumpfungsphase der niedersächsischen Schweinebranche an.

Aktuell beläuft sich der Gesamtbestand auf 7,14 Millionen Schweine. Besonders markant ist der Zuwachs bei den Ferkeln: Ihre Zahl stieg um 6,7 % auf 1,89 Millionen Tiere. Auch die Zahl der Zuchtsauen legte deutlich zu – um 6,1 % auf 380.700 Tiere.

Doch nicht alle Kategorien verzeichnen ein Wachstum: Die Zahl der Mastschweine sank leicht um 0,8 % auf 4,87 Millionen. Gleichzeitig geht die Zahl der Schweinebetriebe weiter zurück. Gegenüber Ende 2024 wurden 90 weniger Betriebe gezählt, ein Minus von 2,3 %. Seit 2015 hat sich die Anzahl der Höfe sogar um 42,1 % verringert.

Der Anstieg der Sauenbestände gibt Anlass zu Spekulationen, ob sich hier ein bundesweiter Trend abzeichnet. Beobachter warten nun auf Daten aus anderen Bundesländern, um zu prüfen, ob ähnliche Entwicklungen auch anderswo zu beobachten sind.

Während die Schweinebestände in Niedersachsen nach Jahren des Rückgangs wieder stabiler erscheinen – getrieben vor allem durch mehr Zuchtsauen und Ferkel –, setzt sich der Strukturwandel in der Branche fort: Die Zahl der Betriebe sinkt weiter. Ob sich die positive Entwicklung auch in anderen Regionen bestätigt, werden die nächsten Viehzählungen zeigen.