10 December 2025, 23:14

Schladen-Werla will Hundesteuermarken durch Mikrochips ersetzen

Eine Gruppe von Hunden verschiedener Farben an einer Hundeleine, mit einer hölzernen Oberfläche, Glastür, Pflanze, Gras, Gebäuden und einem weißen Himmel, zusammen mit Menschen in Kleidung, einer Handtasche und einem Gerät.

Schladen-Werla will Hundesteuermarken durch Mikrochips ersetzen

Gemeinde Schladen-Werla: Hundesteuermarke soll abgeschafft werden

Der Gemeinderat diskutiert eine entsprechende Änderung der Hundesteuersatzung.

  1. Dezember 2025, 09:32 Uhr

Der Gemeinderat von Schladen-Werla wird am 10. Dezember 2025 über Anpassungen der Hundesteuersatzung beraten. Zu den Vorschlägen gehört der Umstieg auf ein rein digitales System, das die herkömmlichen Steuermarken durch eine registrierungspflichtige Mikrochip-Lösung ersetzt. Ziel ist es, die Verwaltung zu vereinfachen, Kosten zu sparen und gleichzeitig die bestehenden Gebührenstrukturen beizubehalten.

Aktuell zahlen Hundehalter 72 Euro jährlich für den ersten Hund, 132 Euro für den zweiten und 252 Euro für jedes weitere Tier. Für Hunde, die nach § 7 Abs. 1 des Niedersächsischen Hundegesetzes als gefährlich eingestuft werden, bleibt die jährliche Abgabe bei 650 Euro. Diese Sätze würden bei einer Verabschiedung der Änderungen unverändert bleiben.

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Die Verwaltung argumentiert, dass ein digitales System Probleme wie verlorene oder vergessene Steuermarken beseitigen würde. Da ohnehin bereits alle angemeldeten Hunde über einen Mikrochip verfügen müssen, würde der Wechsel eine schnellere Identifizierung ermöglichen und den Bürokratieaufwand verringern. Die Kosten für die Herstellung von 1.000 physischen Steuermarken belaufen sich laut Schätzungen auf etwa 355 Euro, während ein Mikrochip-Lesegerät zwischen 30 und 55 Euro kostet.

Andere deutsche Städte sind bereits ähnliche Wege gegangen: Chemnitz führte im März 2020 die digitale Hundesteueranmeldung über die Plattform Amt24 ein, und Stuttgart bietet ein Online-Verfahren an. Zwar sind die genauen Verbreitungszahlen unklar, doch der Wandel ist Teil umfassender Bestrebungen, kommunale Dienstleistungen zu modernisieren. Die geplanten Änderungen versprechen langfristig Einsparungen durch geringeren Verwaltungsaufwand und höhere Effizienz.

Falls der Gemeinderat zustimmt, würden die neuen Regelungen die physischen Steuermarken schrittweise durch die Mikrochip-basierte Registrierung ersetzen. Die Gemeinde erwartet, dass das System die Einhaltung der Vorschriften für Halter erleichtert und die Kosten für die Kommune senkt. Die endgültige Entscheidung fällt in der Sitzung am 10. Dezember.