28 June 2026, 00:24

Schienengüterverkehr: Stahl-, Chemie- und Autoindustrie kämpfen mit Milliardenverlusten

Bahn-Baustellen belasten die Industrie mit Milliarden-Schäden

Schienengüterverkehr: Stahl-, Chemie- und Autoindustrie kämpfen mit Milliardenverlusten

Schlüsselbranchen in Deutschland leiden unter schweren Einschränkungen durch anhaltende Probleme im Schienengüterverkehr

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Verzögerungen im Frachtverkehr der Deutschen Bahn führen in mehreren Wirtschaftszweigen zu erheblichen finanziellen Verlusten und betrieblichen Herausforderungen.

Besonders hart trifft es die Stahlindustrie, die fast 50 Prozent ihrer Transportaufkommen auf die Schiene angewiesen ist. Unternehmen wie Salzgitter und ArcelorMittal haben ihre Produktion bereits gedrosselt. Laut Wirtschaftsvereinigung Stahl bleibt die Bahn der wichtigste Transportweg für die Branche.

Auch die chemische Industrie steht unter Druck. Wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mitteilt, werden jährlich 25 Millionen Tonnen Chemikalien per Bahn transportiert. Verspätungen und Kapazitätsengpässe treiben die Kosten in die Höhe und stören die Produktionsplanung.

Die Autoindustrie ist ebenfalls betroffen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) bestätigt einen Rückgang der Transportkapazitäten auf der Schiene. Viele Hersteller sind gezwungen, auf den Lkw-Verkehr auszuweichen – mit zusätzlichen logistischen Problemen.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup fordert nun sofortige Maßnahmen. Er schlägt vor, Güterzüge auf Ausweichstrecken zu priorisieren und die Planung, Koordination und Priorisierung bei der Deutschen Bahn zu verbessern.

Die anhaltenden Störungen im Schienenverkehr kosten die deutsche Wirtschaft Milliarden. Die Stahl-, Chemie- und Automobilbranche leiden unter verzögerten und reduzierten Transportkapazitäten. Sofortige Lösungen sind gefragt, um den Güterverkehr wieder zuverlässig zu gestalten.

Quelle