08 June 2026, 14:31

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher bis 2028 schließen – wie die Telekom-Riesen vorgehen

Smartphone-Empfang via Satellit: Deutsche Anbieter wollen Totzonen auf unterschiedliche Weise füllen

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher bis 2028 schließen – wie die Telekom-Riesen vorgehen

Deutschlands größte Telekommunikationsunternehmen setzen auf Satelliten, um Lücken in der Mobilfunkabdeckung zu schließen. Mit dem Vorhaben sollen Funklöcher der Vergangenheit angehören und selbst in Notfällen eine stabile Verbindung gewährleistet werden. In den kommenden Jahren werden neue Partnerschaften zwischen Netzbetreibern und Raumfahrtunternehmen schrittweise umgesetzt.

O2 Telefónica arbeitet bereits mit dem Satellitenunternehmen OQ Technology zusammen, um ab Anfang 2027 satellitengestützten Mobilfunkempfang zu testen. Die Versuche finden in der Nähe von Waren an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern statt. Die Kooperation zeigt, wie europäische Mobilfunkanbieter und Satellitenfirmen mithilfe offener Standards und herkömmlicher Smartphones zusammenarbeiten können.

Das in Europa ansässige Unternehmen OQ Technology plant den Aufbau eines vollständig unabhängigen, satellitengestützten Netzwerks. Es nutzt europäische Cloud-Infrastrukturen und setzt auf nahtlose Kompatibilität mit bestehenden Systemen. Bis Ende 2027 sollen 48 Satelliten im Orbit sein, die sicherstellen, dass jeder Punkt der Erde alle 30 Minuten abgedeckt wird. Eine neue Satellitengeneration, deren Start für 2024 vorgesehen ist, wird zudem Zwei-Wege-Kommunikation und schnellere Reaktionszeiten ermöglichen.

Auch Vodafone hat sich mit AST SpaceMobile zusammengeschlossen, um satellitengestützte Mobilfunkdienste anzubieten. Wann der Service in Deutschland startet, steht jedoch noch nicht fest. Die Deutsche Telekom zieht nach und kooperiert mit Starlink, um ab 2028 Mobilfunkempfang in abgelegenen Gebieten zu ermöglichen.

Das Ziel ist klar: Satelliten sollen die Lücken in den bodengestützten Netzen schließen. Sie dienen als Backup bei Katastrophen und sorgen dafür, dass keine Region ohne Empfang bleibt. Der Ausbau satellitengestützter Mobilfunknetze wird in den nächsten Jahren konkrete Formen annehmen. Tests in ländlichen Regionen wie Mecklenburg-Vorpommern ebnen den Weg für eine flächendeckende Einführung. Bis 2028 sollen auch Menschen in abgelegenen Gebieten Deutschlands zuverlässigen Empfang haben.

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