08 June 2026, 20:23

Salzgitter kämpft um die Zukunft des On-Demand-Shuttles Flexo nach Finanzierungsstreit

Flexo am Abgrund? Bürgermeister Klingebiel kämpft dafür

Salzgitter kämpft um die Zukunft des On-Demand-Shuttles Flexo nach Finanzierungsstreit

Der On-Demand-Nahverkehrsdienst Flexo in Salzgitter könnte auch über 2026 hinaus fortgeführt werden – vorausgesetzt, der Stadtrat billigt einen neuen Finanzierungsplan. Bürgermeister Frank Klingebiel schlägt vor, den Service in den Stadtteilen Salzgitter-Bad und Salzgitter-Thiede trotz des Rückzugs des Regionalverbands Großraum Braunschweig weiterzubetreiben. Über den Vorschlag wird am 30. September abgestimmt.

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Der Flexo-Dienst war im Januar 2022 in Salzgitter gestartet und wurde vom Regionalverband betrieben. Ursprünglich trugen die Stadt 75 Prozent und der Verband 25 Prozent der Kosten, später wurde das Verhältnis auf eine hälftige Aufteilung angepasst. Nun plant der Verband, sich zum 1. Januar 2027 vollständig aus dem Projekt zurückzuziehen.

Bürgermeister Klingebiel bezeichnete den Rückzug als „inakzeptabel“. Er erwarte, dass der Regionalverband die Mitfinanzierung des Services aufrechterhält, den er als „herausragende Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs“ bewertet. Zudem will der Bürgermeister langfristige Finanzierungszusagen durchsetzen.

Die städtische Hälfte der Flexo-Kosten ist bereits im Entwurf des Haushaltsplans für 2027/2028 eingeplant. Der Service ermöglicht derzeit Senioren, Studierenden und Mitarbeitenden der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften eine flexible Mobilität in ganz Salzgitter.

Falls der Plan angenommen wird, übernimmt die Stadt ab 2027 die volle Finanzierungsverantwortung für Flexo. Die Entscheidung am 30. September wird zeigen, ob der bedarfsgesteuerte Verkehrsdienst in Salzgitter-Bad und Salzgitter-Thiede erhalten bleibt. Der Bürgermeister betonte, die Sicherung der Zukunft des Services habe für ihn höchste Priorität.

Quelle