29 March 2026, 10:26

Sachsen verliert Apotheken in Rekordtempo – droht der Kollaps der Versorgung?

Ein Apotheken-Schild mit der Aufschrift "The Generics Pharmacy" in einer urbanen Umgebung mit umliegenden Gebäuden, Infrastruktur und Fahrzeugen unter einem klaren Himmel.

Sachsen verliert Apotheken in Rekordtempo – droht der Kollaps der Versorgung?

Apotheken in Sachsen schließen in alarmierendem Tempo – Sorgen um die Gesundheitsversorgung wachsen

In Sachsen schließen Apotheken in besorgniserregendem Ausmaß, was Befürchtungen über die flächendeckende medizinische Versorgung in der Region schürt. Göran Donner, Präsident des Landesapothekerverbandes Sachsen, warnt, dass wirtschaftliche Belastungen und Personalmangel den Rückgang vorantreiben – besonders in ländlichen Gebieten. Ohne Gegenmaßnahmen drohe sich der Trend zu verschärfen und die Pläne der Regierung für einen Ausbau der Apothekenleistungen zu untergraben.

Der Schwund an Apotheken in Sachsen hat in den letzten Jahren dramatisch zugenommen. Zwischen 2016 und 2020 verschwanden 36 Standorte aus der Landschaft. Bis Ende 2025 werden voraussichtlich weitere 85 folgen, davon allein 13 im vergangenen Jahr. Zwar deutet die Zahl der Schließungen 2025 mit nur halb so vielen wie im Vorjahr eine leichte Entspannung an – doch insgesamt ist die Gesamtzahl erstmals unter 900 gesunken.

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Donner sieht die Ursache vor allem in der prekären finanziellen Situation. Viele Apotheken könnten sich den Betrieb kaum noch leisten, geschweige denn zusätzliche Aufgaben im Rahmen des geplanten Apothekenreformgesetzes übernehmen. Die ausbleibende Anpassung der Vergütungssätze durch den Bund verschärfe die Lage zusätzlich und treibe die Betriebe in die Verlustzone. Hinzu kommt der Fachkräftemangel, der die verbleibenden Apotheken unter weiteren Druck setzt und ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt.

Besonders betroffen sind ländliche Regionen. Donner betont, dass Schließungen dort die Bevölkerung von lebenswichtigen Medikamenten und medizinischer Beratung abschneiden. Ohne schnelles Handeln drohten in Sachsen noch größere Versorgungslücken im Apothekennetz.

Die anhaltenden Schließungen könnten die Zahl der Apotheken weiter reduzieren und den Zugang zu essenziellen Leistungen einschränken. Donners Warnungen unterstreichen die Dringlichkeit von finanziellen Reformen und Maßnahmen zur Fachkräftesicherung, um den Sektor zu stabilisieren. Ohne Kurskorrektur könnte der Abwärtstrend anhalten – mit spürbaren Folgen für die Gesundheitsversorgung in ganz Sachsen.

Quelle