31 January 2026, 05:05

RWE setzt auf Speicherlösungen und verkauft schwedische Windparks an die Börse

Ein gelbes wasserstoffbetriebenes Elektroauto, das drinnen auf einem Parkplatz steht, umgeben von Absperrpollern, Bannern und Menschen, mit Schildern, einem Topf mit einer Pflanze, Deckenlampen und einer Decke mit Deckenventilatoren im Hintergrund.

RWE setzt auf Speicherlösungen und verkauft schwedische Windparks an die Börse

RWE hat in diesem Monat zwei bedeutende Schritte in seiner Energiewende-Strategie bekannt gegeben. Das Unternehmen wird in Lingen eine große Batteriespeicheranlage errichten und hat sein schwedisches Windkraftportfolio an die Börse gebracht. Beide Entscheidungen markieren eine Neuausrichtung auf Kernmärkte und neue Speichertechnologien.

Der Spatenstich für das Lingen-Projekt ist für nächste Woche geplant, während der Verkauf der Windparks in die langfristige Strategie von RWE passt.

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Am 23. Januar 2026 unterzeichnete RWE eine Vereinbarung zum Verkauf seiner schwedischen Aktien an die Börse. Das Geschäft umfasst elf Onshore-Windparks (124 MW) sowie den küstennahen Windpark Kårehamn (48 MW), die zusammen jährlich rund 500 Gigawattstunden Strom erzeugen. Die Börse hat bereits die Vertriebsverantwortung übernommen; der Abschluss der Transaktion steht unter Vorbehalt der regulatorischen Genehmigung und wird im ersten Quartal 2026 erwartet.

Der Verkauf spiegelt RWE-Strategie wider, sich auf Kernmärkte zu konzentrieren und gleichzeitig seine Speicherkapazitäten auszubauen. In Lingen entsteht eine Batteriespeicheranlage mit einer Leistung von 400 MW und einer Kapazität von 800 Megawattstunden. Der Baubeginn ist für nächste Woche vorgesehen, die kommerzielle Inbetriebnahme ist für 2028 geplant. Ein ähnliches Speicherprojekt wird zudem am Standort des ehemaligen Kernkraftwerks Gundremmingen in Bayern entwickelt, wo bestehende Kraftwerksstandorte neu genutzt werden.

Unterdessen fordert Vorstandsvorsitzender Markus Krebber die umgehende Ausschreibung von 12 GW wasserstofftauglichen Gaskraftwerken. Diese sollen dazu beitragen, das deutsche Stromnetz während des Umstiegs auf erneuerbare Energien zu stabilisieren. Der Appell erfolgt parallel zum laufenden Aktienrückkaufprogramm von RWE, im Rahmen dessen in der Woche vom 19. bis 23. Januar weitere 402.551 Aktien zurückgekauft wurden. Seit Dezember 2025 beläuft sich die Gesamtzahl der zurückgekauften Aktien damit auf fast 3 Millionen.

Die Batterieanlage in Lingen wird bis 2028 erhebliche Speicherkapazitäten hinzufügen. Der Verkauf der schwedischen Aktien verringert RWE-Präsenz außerhalb seiner Kernregionen und stärkt gleichzeitig die finanzielle Position des Unternehmens. Gemeinsam unterstreichen diese Maßnahmen das Engagement des Konzerns für Netzsicherheit und Investitionen in die Energiewende.