30 January 2026, 09:13

RWE, Kyon Energy und Interzero bauen Deutschlands größte Batteriespeicher in Niedersachsen

Eine detaillierte Karte der ersten deutschen Grafschaft Tirol, die geographische Elemente wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, begleitet von informativem Text und Bildern.

RWE, Kyon Energy und Interzero bauen Deutschlands größte Batteriespeicher in Niedersachsen

Deutschlands Energiespeichermarkt boomt – mehrere Großprojekte für Batteriespeicher sind derzeit in Umsetzung. Drei bedeutende Vorhaben in Niedersachsen, vorangetrieben von RWE, Kyon Energy und Interzero, sollen die Netzstabilität stärken und die Integration erneuerbarer Energien vorantreiben. Die Projekte markieren einen Wandel hin zu größeren, technologisch fortschrittlicheren Speichersystemen im Land.

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Ende 2024 nahm Interzero, eine Tochtergesellschaft von E.ON, in Wesermarsch (Niedersachsen) ein Batterie-Großspeichersystem (BESS) mit einer Leistung von 300 MW und einer Kapazität von 700 MWh in Betrieb. Die Anlage ging nur kurz nach den eigenen Projekten von RWE in Bayern und Lingen ans Netz. Unterdessen hat Kyon Energy in Alfeld (ebenfalls Niedersachsen) bereits ein 137,5-MW/282-MWh-BESS an das 110-kV-Netz angeschlossen, das vom Verteilnetzbetreiber Avacon betrieben wird. Die Anlage soll bis August 2026 die volle kommerzielle Betriebsbereitschaft erreichen und könnte dann der größte Batteriespeicher Deutschlands sein.

RWE wird am 2. Februar 2026 den Spatenstich für ein weiteres Großprojekt in Lingen setzen. Der 2-Stunden-Speicher mit netzbildenden Fähigkeiten soll die Netzstabilität verbessern und zu stabileren Strompreisen beitragen. Die Fertigstellung ist für 2028 geplant; die Anlage wird über das Umspannwerk Hilgenburg ans Netz angebunden, das derzeit vom Übertragungsnetzbetreiber Amprion gebaut wird. Auf dem Gelände in Lingen werden 200 Lithium-Ionen-Batterieeinheiten, 100 Wechselrichter, über 50 Mittelspannungstransformatoren und zwei Hochspannungstransformatoren installiert.

Darüber hinaus hat LEAG Lieferanten für zwei weitere BESS-Projekte vertraglich gebunden: ein 1-GW/4-GWh-System sowie eine 400-MW/1,6-GWh-Anlage. Mit dem Bau wurde vermutlich bereits begonnen. Trotz dieses Wachstums weisen Branchenexperten darauf hin, dass regulatorische und politische Hürden nach wie vor eine Herausforderung für den deutschen Markt für netzgebundene Großspeicher darstellen. Auf der Energy Storage Summit 2026 in London werden die übergeordneten Trends diskutiert, die solche Großprojekte in ganz Europa ermöglichen.

Die Vorhaben leiten eine neue Phase für den deutschen Energiespeichermarkt ein – mit größeren Kapazitäten und fortschrittlichen Technologien zur Netzunterstützung. Sobald die Anlagen in Betrieb sind, werden sie dazu beitragen, das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage erneuerbarer Energien zu sichern und die Strominfrastruktur des Landes zu stärken. Die weitere Expansion des Sektors bleibt jedoch von regulatorischen Rahmenbedingungen abhängig, die die künftige Entwicklung prägen dürften.