„Roter Sand“ verlässt die Nordsee: Zwei Standorte kämpfen um den historischen Leuchtturm
Ekkehard Scheel"Roter Sand": Nur noch zwei Standorte im Rennen - „Roter Sand“ verlässt die Nordsee: Zwei Standorte kämpfen um den historischen Leuchtturm
Der historische Leuchtturm „Roter Sand“ wird von seinem aktuellen Standort in der Nordsee umgesiedelt. Noch stehen zwei Standorte zur Diskussion: Fedderwardersiel und Wilhelmshaven. Eine endgültige Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet, nach monatelanger Prüfung und Debatte.
Ende November 2025 waren zunächst vier Orte als mögliche neue Standorte in der engeren Auswahl: Hooksiel, Wilhelmshaven, Bremerhaven und Fedderwardersiel. Bremerhaven schied jedoch bald aus, da Befürchtungen bestanden, es könnte zu Verwechslungen mit aktiven Navigationshilfen kommen. Auch Hooksiel sah sich mit ähnlichen Problemen konfrontiert, sodass nur noch zwei Optionen übrig blieben.
Eine Fachbewertung aus dem Jahr 2019 hatte den stillgelegten Leuchtturm in einem zunehmend maroden Zustand vorgefunden, wobei Zweifel an seiner langfristigen Standfestigkeit bestanden. Die zuständige Kommission empfahl daher, das Bauwerk abzubauen und an Land wieder aufzubauen, um es zu erhalten. Trotz des Ausschlusses von Hooksiel gab es vor Ort weiterhin Hoffnung, doch ungelöste technische, rechtliche und finanzielle Fragen verzögerten das Vorhaben.
Bund, Länder und regionale Denkmalschutzbehörden sowie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz werden nun die verbleibenden Standorte prüfen. Die endgültige Wahl wird voraussichtlich zwischen Ende August und Anfang September fallen, wobei das genaue Jahr noch nicht feststeht.
Fest steht: Der Leuchtturm bleibt nicht in der Nordsee, und Genehmigungen für Bremerhaven und Hooksiel wurden versagt. Die Entscheidung wird darüber bestimmen, wo die Anlage wiederaufgebaut wird, um sie für künftige Generationen zu bewahren. Die Gespräche unter den Verantwortlichen sollen in den nächsten Wochen abgeschlossen werden.
