21 December 2025, 19:14

Rohe Gewalt

Ein Plakat mit Bildern von Frauen und begleitendem Text.

Rohe Gewalt

Roh und zärtlich

Ashkan Shabani ist ein queerer Fotograf aus dem Iran. In seinen Werken prallen Verletzlichkeit und Gewalt, politische Bilder und eine wütende Dynamik aufeinander.

  1. Dezember 2025, 11:50 Uhr

Schlagwörter: Politik

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Der queere Fotograf Ashkan Shabani hat seine erschütternde Flucht aus dem Iran nach Deutschland in einer beeindruckenden neuen Serie dokumentiert. Unter dem Titel „Queer. Leben. Freiheit“ fängt er sowohl die Zärtlichkeit als auch die Brutalität seiner Flucht vor Verfolgung ein. Die Bilder spiegeln seinen Überlebenskampf wider, nachdem er von seiner Familie verstoßen und in seiner Heimat zum Tode verurteilt wurde.

Shabani floh aus dem Iran, wo ihm wegen seiner sexuellen Identität die Hinrichtung drohte. Seine Familie brach jeden Kontakt zu ihm ab, zurück blieb er isoliert und in Lebensgefahr. Die Serie zeichnet seinen Weg nach Berlin nach, wo er Asyl beantragte.

Die Fotografien vereinen schroffe Gegensätze: Sanfte Berührungen stehen neben blutigen Entenköpfen, ekstatische Tanzszenen neben Demonstranten, die in Rot getränkt sind. Ein Bild zeigt seinen Koffer – alles, was er besaß, als er in Deutschland ankam. Ein anderes die Berliner Erstaufnahmeeinrichtung, in der er Schutz suchte. Der Titel „Queer. Leben. Freiheit“ ist eine Anspielung auf die iranische Protestbewegung „Frau. Leben. Freiheit“ und verknüpft Shabanis persönlichen Kampf mit dem größeren Ringen um Menschenrechte. Seine Arbeit verbindet politischen Widerstand mit roher Emotionalität und schafft so eine eindringliche Erzählung von Vertreibung und Widerstandskraft.

Shabanis Serie ist heute ein Zeugnis seines Überlebens. Die Bilder – zugleich zärtlich und gewalttätig – dokumentieren einen Weg von der Verfolgung in eine fragile Sicherheit. Seine Geschichte macht die anhaltenden Gefahren deutlich, denen queere Menschen im Iran ausgesetzt sind, und die brüchige Hoffnung, die das Exil bietet.