Rheinmetall boomt – doch die Angst vor Frieden drückt die Aktie
Ekkehard ScheelRheinmetall boomt – doch die Angst vor Frieden drückt die Aktie
Rüstungsboom: Keine Angst vor "Friedensrisiken"
Teaser: Laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri stiegen die Umsätze der 100 größten Hersteller von Militärtechnik auch 2025 weiter an. Dennoch fürchten Börsianer zu wenige Konflikte, kommentiert Jana Frielinghaus.
Veröffentlichungsdatum: 1. Dezember 2025, 10:02 Uhr
Schlagwörter: Krieg-und-Konflikte, Industrie, Finanzen, Technologie
Artikeltext: Rheinmetall verzeichnete 2025 einen deutlichen Umsatzanstieg – doch der Aktienkurs des Konzerns gab nach Meldungen über mögliche Friedensverhandlungen in der Ukraine nach. Der deutsche Rüstungskonzern meldete für die ersten neun Monate des Jahres ein Plus von 20 Prozent und erreichte damit 7,5 Milliarden Euro. Gleichzeitig zeigen sich in der gesamten Rüstungsbranche steigende Gewinne – aber auch wachsende Sorgen über wirtschaftliche und sicherheitspolitische Risiken.
Das Friedensforschungsinstitut Sipri bestätigte, dass die 100 größten Waffenhersteller der Welt 2025 höhere Umsätze erzielten. Rheinmetall selbst hatte bereits 2024 die Marke von 7 Milliarden Euro überschritten und legte 2025 weiter zu. Dennoch reagierten Anleger verhalten auf die Nachricht, der Ukraine-Krieg könnte ein Ende finden: Die Rheinmetall Aktie verlor am Dienstag 3,5 Prozent. Dennoch notierte sie weiterhin über 1.400 Euro – deutlich über früheren Niveaus.
Während Rheinmetall mit kräftigem Umsatzwachstum glänzt, zeigt der jüngste Kursrückgang die Nervosität der Investoren angesichts geopolitischer Verschiebungen. Die Rüstungsbranche insgesamt expandiert weiter, doch die wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Folgen werden immer spürbarer. Die Bürger tragen die finanziellen Lasten steigender Militärausgaben durch höhere Kurs Euro und Kürzungen im Sozialbereich.
