Radio CORAX kämpft um seine Zukunft: Droht dem Halle-Sender das Aus?
H.-Dieter HuhnRadio CORAX kämpft um seine Zukunft: Droht dem Halle-Sender das Aus?
Radio CORAX, ein unabhängiger Sender in Halle (Saale), geht seit 26 Jahren auf Sendung. Bekannt für sein vielfältiges Tagesprogramm, bietet der Sender alles von Musikformaten wie Tipkin bis hin zum Magazin Serendipity. Doch nun gerät seine Zukunftsfinanzierung durch politischen Widerstand in Gefahr.
Der 2000 gegründete Sender funktioniert als bürgernahes Projekt mit rund 400 Mitgliedern. Diese ehrenamtlichen Mitarbeiter – meist Laien – produzieren 175 verschiedene Sendungen. Die Inhalte werden vollständig von den Macher:innen gestaltet: Jede:r kann eine Idee einreichen, an einem Grundkurs teilnehmen und direkt loslegen.
Über das Radioprogramm hinaus ist CORAX ein kultureller Treffpunkt. In seinen Studios finden Filmvorführungen, öffentliche Diskussionen und Workshops statt, die den lokalen Austausch fördern. Die Finanzierung speist sich aus mehreren Quellen, darunter jährlich 200.000 Euro von der Landesmedienanstalt sowie kommunale Zuschüsse und Projektförderungen.
Kürzlich forderte die rechtspopulistische AfD, die Mittel für CORAX zu streichen. Parteimitglieder werfen dem Sender vor, linke Ideologien zu verbreiten. Als Reaktion sucht CORAX nach Wegen, seine finanzielle Zukunft zu sichern – Spenden gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.
Trotz der Herausforderungen bleibt CORAX seinem offenen, ehrenamtlich geprägten Ansatz treu. Der Sender strahlt weiterhin ein breites Programm aus und steuert durch die Finanzierungskrise. Vorerst liegt der Fokus darauf, Unabhängigkeit und Gemeinschaftsbindung zu bewahren.






