Prien drängt auf strengere Medienregeln für Kinder – doch Dobrindt bremst
Lidia HartungPrien drängt auf strengere Medienregeln für Kinder – doch Dobrindt bremst
Bundesfamilienministerin Karin Prien hat ihren Vorstoß für strengere Regeln für die Nutzung sozialer Medien durch Kinder und Jugendliche bekräftigt. Die Pläne befinden sich noch in der Diskussion, wobei auch andere Minister einbezogen werden und ein Fachgutachten in Kürze erwartet wird. Eine endgültige Entscheidung soll nach den Empfehlungen im Juni fallen.
Priens Vorschlag konzentriert sich auf drei zentrale Aspekte: Schutz, Stärkung und Teilhabe. Diese Prinzipien sollten ihrer Ansicht nach die Grundlage für mögliche neue Einschränkungen beim Zugang junger Menschen zu sozialen Medien bilden.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt äußerte hingegen Zweifel an einem vollständigen Verbot. Stattdessen betonte er die Bedeutung elterlicher Verantwortung und einer besseren Medienkompetenz. Prien erkannte seine Bedenken an, bestätigte aber, dass die Debatte weiterhin aktuell bleibe.
Die Bundesregierung wartet nun auf den Bericht einer Expertenkommission, der im Juni vorgelegt werden soll. Sobald dieser vorliegt, werden die Verantwortlichen ein Maßnahmenpaket erarbeiten, das auch mögliche neue Gesetze umfassen könnte.
Die Diskussion über schärfere Regeln für soziale Medien hält an, während Priens Ministerium legislative Schritte vorbereitet. Die Empfehlungen der Experten werden die endgültigen Vorschläge prägen, die das Online-Verhalten junger Menschen nachhaltig verändern könnten. Eine Entscheidung wird in den kommenden Monaten erwartet.






