Potsdam verbietet Smart Glasses in Schwimmbädern nach heimlichen Aufnahmen
H.-Dieter HuhnPotsdam verbietet Smart Glasses in Schwimmbädern nach heimlichen Aufnahmen
Potsdam hat als jüngste Stadt die Nutzung von Smart Glasses in öffentlichen Schwimmbädern verboten. Der Beschluss erfolgte nach Berichten über Männer, die mit den Geräten heimlich junge Frauen gefilmt hatten. Berlin hingegen verzichtet auf ein explizites Verbot, obwohl bereits allgemeine Einschränkungen für Fotografien gelten.
Der Potsdamer Stadtrat verabschiedete die neue Regelung auf Initiative der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/Volt. Im Mittelpunkt standen Bedenken, dass diskret aufgenommene Aufnahmen unter bestimmten Hashtags online verbreitet werden. Das Verbot umfasst nun alle Geräte, mit denen Fotos oder Videos gemacht werden können – darunter auch Smart Glasses.
In Berlin ist das Fotografieren von Fremden in öffentlichen Bädern bereits untersagt. Mitarbeiter und Bademeister achten auf die Einhaltung der Regel, insbesondere in Freibädern. Da es dort jedoch keine Vorfälle mit Smart Glasses gab, sehen die Verantwortlichen von einem speziellen Verbot ab.
Die Debatte gewann an Fahrt, nachdem bekannt wurde, dass Männer mit Smart Glasses Frauen ohne deren Zustimmung gefilmt hatten. Potsdams verschärfte Vorschriften sollen derartiges Fehlverhalten präventiv unterbinden.
Während in Potsdam das Verbot von Smart Glasses nun greift, setzt Berlin weiterhin auf die bestehenden Fotografie-Beschränkungen. Beide Städte behalten die Sicherheit in ihren Bädern im Blick – wenn auch mit unterschiedlichen Kontrollansätzen.






