03 February 2026, 03:21

Polizei greift nach Cannabis-Vorfällen an Northeimer Spielplatz ein

Ein Blatt Papier mit der Aufschrift "Smith & Son Tea Dealers, and Drugists, 20 Cheapside".

Polizei greift nach Cannabis-Vorfällen an Northeimer Spielplatz ein

Die Polizei in Northeim hat nach zwei Vorfällen mit Cannabis in der Nähe eines Spielplatzes eingegriffen. Ein Mann soll dort mit Drogen gehandelt haben, während ein anderer in einer verbotenen Zone einen Joint rauchte. Beide Fälle fallen unter das überarbeitete Cannabis-Kontrollgesetz, das im vergangenen Jahr in Kraft getreten ist.

Im ersten Fall wurde ein 30-Jähriger angezeigt, weil er auf dem Spielplatz angeblich Cannabis zum Verkauf angeboten hatte. Ihm droht nun eine Anklage wegen unerlaubten Handels. Gleichzeitig wurde ein 41-Jähriger beim Konsum eines Joints in der Nähe entdeckt – gegen ihn wird ein verwaltungsrechtliches Verfahren eingeleitet.

Seit April 2024 erlaubt das Cannabis-Kontrollgesetz in Niedersachsen den Besitz von bis zu 25 Gramm. Der Konsum bleibt jedoch in einem Umkreis von 100 Metern um Schulen, Spielplätze und Sporteinrichtungen verboten. Polizeilichen Angaben zufolge ist die Zahl der Ahndungen deutlich zurückgegangen: von etwa 5.200 Fällen im Jahr 2023 auf rund 1.800 im Jahr 2025.

Die neuen Regelungen haben den Umgang der Behörden mit dem öffentlichen Cannabis-Konsum verändert. Zwar ist der Besitz kleiner Mengen nun legal, Verstöße in geschützten Bereichen werden aber weiterhin geahndet.

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Beide Männer müssen mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Dem 30-Jährigen droht eine Strafverfolgung wegen Drogenhandels, der 41-Jährige könnte ein Bußgeld erhalten. Trotz des allgemeinen Rückgangs der Fallzahlen kontrolliert die Polizei weiterhin die Sperrzonen.