Pionier der Quanten-Sensorik: Daniel Prades stärkt die TU Münster mit Humboldt-Professur
Lidia HartungPionier der Quanten-Sensorik: Daniel Prades stärkt die TU Münster mit Humboldt-Professur
Professor Daniel Prades übernimmt als erster Alexander-von-Humboldt-Professor eine Stelle an der Technischen Universität Münster (TU Münster). Seine Berufung stärkt den Forschungsschwerpunkt der Universität im Bereich der Nano- und Quanten-Sensortechnik. Prades bringt einen einzigartigen Ansatz mit, der Erfindungsgeist mit interdisziplinärer Zusammenarbeit verbindet, um die Grenzen der Forschung zu erweitern.
Prades leitet den Exzellenzcluster QuantumFrontiers, eine zentrale Initiative in der Nano- und Quanten-Sensorforschung. Seit seinem Start hat der Cluster durch angewandte Projekte wie TotalScope internationale Anerkennung erlangt – ein Vorhaben, das Echtzeit-Überwachungssysteme auf LED-Basis für Infrastruktur entwickelt. Die Start-ups QubeDot und Worldsensing wirken hier mit, unterstützt durch Fördergelder des Eurostars-Programms. Die zweite Phase des Clusters beginnt 2026 nach einer internationalen Begutachtung und vertieft die Verbindung der TU Münster zu Quantum Valley Niedersachsen, unter anderem durch gemeinsame Bildungsformate wie Winter Schools.
Das Zentrum für Nitrid-Technologie der TU Münster bietet Prades eine ideale Forschungsbasis, spezialisiert auf Mikro-LEDs und winzige photonische Komponenten. Seine Arbeit konzentriert sich auf Sensoren, die die Genauigkeit von Daten aus elektronischen Geräten überprüfen und so fundiertere Entscheidungen ermöglichen. Eng kooperiert er dabei mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Münster, einem führenden Partner in der Messtechnik, um Präzision und Zuverlässigkeit sensorbasierter Messungen zu steigern.
Prades sieht sich selbst weniger als klassischen Forscher, sondern eher als Erfinder, der auf unkonventionelles Denken und fächerübergreifendes Lernen setzt. Damit passt er perfekt zum Ecoversity-Modell der TU Münster, das eine partnerschaftlich geprägte akademische Kultur fördert. Um internationale Spitzenkräfte anzuziehen, betont er die Notwendigkeit einer globalen Ausstrahlung der Nano- und Quantentechnologie-Forschung der Universität.
Mit Prades' Berufung festigt die TU Münster ihre Position in der Sensortechnik und interdisziplinären Innovation. Seine Führung im QuantumFrontiers-Cluster und die Zusammenarbeit mit der PTB zielen darauf ab, die Datenzuverlässigkeit in verschiedenen Branchen zu verbessern. Durch globale Partnerschaften und angewandte Forschung baut die Universität ihren Einfluss in den Nano- und Quantenwissenschaften weiter aus.
