Peiner Klärwerk setzt auf Modernisierung für Klimaneutralität bis 2029
Lidia HartungPeiner Klärwerk setzt auf Modernisierung für Klimaneutralität bis 2029
Klärwerk Peine plant umfangreiche Modernisierung für Klimaneutralität und Resilienz
Das Klärwerk in Peine wird durch einen umfassenden Modernisierungsprozess klimaneutral und widerstandsfähiger. Geplant sind eine neue Biogasanlage, der Ausbau der Solarenergie sowie Verbesserungen der Gesamtanlage. Die Bauarbeiten sollen 2027 beginnen, nachdem die Verträge noch in diesem Jahr finalisiert werden.
Die bestehende Anlage nutzt noch ein veraltetes Biogassystem aus den 1960er-Jahren. Da Reparaturen nicht mehr wirtschaftlich sind, entsteht nun ein modernes Ersatzsystem. Die neue Anlage umfasst zwei hochmoderne Faultürme, einen Gasspeicher sowie eine Anlage zur Verarbeitung von Überschussschlamm. Dadurch wird die Biogaseffizienz deutlich gesteigert.
Auch das Gelände selbst wird erweitert. Eine Flächenumwidmung läuft bereits, um das zusätzliche Areal für die Abwasserbehandlung zu nutzen. Bevor die Arbeiten beginnen können, sind jedoch noch weitere Genehmigungen für Bau und Wasserwirtschaft erforderlich. Die Solaranlage wird in zwei Phasen gebaut: Die erste Stufe mit einer Leistung von 99 Kilowatt-Peak soll 2026 fertiggestellt werden, die zweite mit weiteren 99 Kilowatt-Peak folgt ein Jahr später. Das Solarprojekt kostet rund 650.000 Euro und trägt maßgeblich zur Klimaneutralität der Anlage bei. Die gesamten Modernisierungskosten belaufen sich auf etwa 12,7 Millionen Euro. Die Auftragsvergabe erfolgt nach einer EU-weiten Ausschreibung im Dezember, die Bauarbeiten sind von 2027 bis 2029 vorgesehen.
Nach Abschluss der Modernisierung wird das Klärwerk mehr erneuerbare Energie vor Ort erzeugen. Die neuen Biogas- und Solaranlagen reduzieren die Abhängigkeit von externen Stromquellen. Ziel des Projekts ist es, die langfristige Betriebssicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig die CO₂-Emissionen zu senken.
