Osnabrücker Uni revolutioniert Messen mit nachhaltigem Kreislaufmodell
Mia StollOsnabrücker Uni revolutioniert Messen mit nachhaltigem Kreislaufmodell
Neues Projekt der Universität Osnabrück will Ausstellungsbranche nachhaltiger gestalten
Ein neues Vorhaben an der Universität Osnabrück nimmt sich des Abfallproblems in der Messe- und Ausstellungsbranche an. Mit einer Förderung von 150.000 Euro durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) soll ein Modell für eine stärker kreislauforientierte Wirtschaft entwickelt werden. Ziel ist es, Abfall zu reduzieren und die Wiederverwendung von Materialien auf Messen und Veranstaltungen zu fördern.
Doch die Branche steht vor mehreren Herausforderungen, wenn es um Nachhaltigkeit geht: Eingefahrene Abläufe, enge Zeitpläne für Aufbau und Abbau sowie hohe Lagerkosten für wiederverwendbare Komponenten erschweren die Umsetzung. Das Projekt will zudem die Frage der Bezahlbarkeit angehen und Wege aufzeigen, wie nachhaltige Standelemente für Aussteller erschwinglicher werden können.
Die Universität arbeitet dabei mit Branchenpartnern wie dem AUMA (Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft) und dem Messebauer IMB: Troschke zusammen, um sicherzustellen, dass die Forschungsergebnisse praxisnah bleiben. deren Input soll helfen, Lösungen zu entwickeln, die von Unternehmen realistisch umgesetzt werden können. Im Mittelpunkt steht die Abfallvermeidung – ohne dass die Kosten für Aussteller aus dem Ruder laufen.
2024 verzeichnete die Branche einen Anstieg der Besucherzahlen um 9 Prozent sowie eine Zunahme der ausstellenden Unternehmen um 10 Prozent. Wie viele Messen insgesamt im vergangenen Jahr in Deutschland stattfanden, bleibt jedoch unklar. Die Erkenntnisse des Projekts könnten der wachsenden Branche helfen, nachhaltigere Praktiken zu etablieren, ohne dabei an Effizienz einzubüßen.
Die Forschung der Universität Osnabrück könnte langfristig die Art und Weise verändern, wie Ausstellungen organisiert werden. Durch die Entwicklung wiederverwendbarer Materialien und kostengünstiger Lösungen könnte das Projekt neue Maßstäbe für Nachhaltigkeit in der Branche setzen. Entscheidend wird sein, dass Wissenschaft und Wirtschaft zusammenarbeiten, um das Modell in die Praxis umzusetzen.
