05 February 2026, 13:14

Olga Neuwirths Monsters Paradise begeistert bei spektakulärer Uraufführung in Hamburg

Ein Plakat, das das Théâtre de l'Opéra in Paris ankündigt, mit einer Frau in einem gelben Kleid darauf.

Olga Neuwirths Monsters Paradise begeistert bei spektakulärer Uraufführung in Hamburg

Die Weltpremiere von Monsters Paradise, einer mutigen neuen Oper von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek, feierte in Hamburg mit großer Begeisterung Premiere. Unter der Regie von Tobias Kratzer und der musikalischen Leitung von Titus Engel präsentierte die Produktion eine beeindruckende Mischung aus Groteskem und Tiefgründigem – ein Markenzeichen von Neuwirths unverwechselbarem Stil.

Die Uraufführung markierte einen bedeutenden Moment für die Hamburger Staatsoper, deren Orchester eine Darstellung bot, die selbst die hohen Erwartungen der Komponistin übertraf. Die Besetzung wurde angeführt von Georg Nigl, der erst kürzlich mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis 2025 als "Sänger des Jahres" ausgezeichnet worden war. Die Bühnenbildung von Rainer Sellmaier unterstrich den beunruhigenden, zugleich aber zum Nachdenken anregenden Charakter des Werks.

Die Premiere fiel zudem mit dem Start einer neuen kulturellen Initiative zusammen. Eine Petition unter dem Titel Latein ist kein Luxus – es ist Bildung hat breite Unterstützung erfahren: 88 prominente Persönlichkeiten aus Österreichs Kunst- und Intellektuellenkreisen haben sie bereits unterzeichnet, darunter drei Nobelpreisträger, darunter Peter Handke, sowie Neuwirth und Nigl selbst. Stand 5. Februar 2026 zählte die Kampagne bereits 47 weitere Unterschriften, und über die Plattform aufstehn.at werden weitere Unterstützer erwartet.

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Monsters Paradise wurde als Eröffnungsproduktion für die Amtszeit des neuen Intendanten ausgewählt – ein Beleg für die zentrale Bedeutung des Werks im Spielplan der Saison. Die Zusammenarbeit zwischen Neuwirths avantgardistischer Komposition und Jelineks scharfzüngigem Text schuf ein Stück, das gleichermaßen herausfordert und fasziniert.

Die erfolgreiche Premiere festigt Neuwirths Ruf als furchtlose Innovatorin der zeitgenössischen Musik. Gleichzeitig zeigt der wachsende Zuspruch für die Latein-Petition, wie aktuell die Debatten über den Wert klassischer Bildung bleiben. Beide Entwicklungen spiegeln eine lebendige Kulturszene wider, in der Tradition und Experiment stetig aufeinandertreffen.