22 January 2026, 13:23

Olaf Lies fordert Tempo beim strittigen EU-Mercosur-Abkommen

Eine Europakarte mit verschiedenen Farben, die Länder und ihre jeweiligen Abkommen und Organisationen darstellen, begleitet von Text, der die Länder und beteiligten Länder nennt.

Lies: "Niedersächsische Wirtschaft braucht Mercosur" - Olaf Lies fordert Tempo beim strittigen EU-Mercosur-Abkommen

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat zu einer schnelleren Vorankunft beim EU-Mercosur-Handelsabkommen aufgerufen. Er kritisierte den jüngsten Beschluss des Europäischen Parlaments, das Abkommen durch eine rechtliche Prüfung zu verzögern. Das geplante Abkommen zielt darauf ab, eine der größten Freihandelszonen weltweit zu schaffen.

Am 21. Januar 2026 überwies das Europäische Parlament das EU-Mercosur-Abkommen an den Gerichtshof der Europäischen Union. Die Entscheidung fiel, um zu prüfen, ob das Abkommen mit den bestehenden EU-Verträgen vereinbar ist. Lies bezeichnete diesen Schritt als unnötig und kontraproduktiv.

Er betonte die Notwendigkeit stabiler Handelsbeziehungen in einem unsicheren geopolitischen Umfeld. Seiner Ansicht nach muss die EU zuverlässige Märkte und Partner ohne weitere Verzögerungen sichern. Lies warnte zudem, dass interne Spannungen innerhalb des Parlaments die Verhandlungsposition Europas im globalen Handel schwächen könnten. Das Abkommen würde, falls umgesetzt, die EU mit den Mercosur-Mitgliedstaaten – darunter Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay – verbinden. Es verspricht erhebliche Zollsenkungen und einen deutlichen Anstieg des Handels zwischen den beiden Blöcken.

Die rechtliche Prüfung wird voraussichtlich den Genehmigungsprozess für das Handelsabkommen verlängern. Lies machte deutlich, dass anhaltende Unsicherheit die wirtschaftlichen Beziehungen zu Südamerika belasten könnte. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Gerichtshof – die Zukunft des Abkommens bleibt damit ungewiss.

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