NOZ/mh:n übernimmt *Ostfriesischen Kurier* und stärkt lokalen Journalismus
Lidia HartungNOZ/mh:n übernimmt *Ostfriesischen Kurier* und stärkt lokalen Journalismus
Die Mediengruppe NOZ/mh:n mit Sitz in Osnabrück hat Pläne bekannt gegeben, zwei regionale Zeitungen von der SKN Mediengruppe zu übernehmen. Zu dem Deal gehören der Ostfriesische Kurier sowie der Soltau-Kurier-Vertrieb inklusive ihrer Mitarbeiter und Titel. Beide Unternehmen haben zudem vereinbart, ihre Verlagskooperation in Bereichen wie Anzeigenvertrieb und Druck zu ausbauen.
Die Übernahme folgt auf einen früheren Versuch von NOZ/mh:n, die Nordwest Mediengruppe zu kaufen, die jedoch von der Madsack Mediengruppe überboten wurde. Auch die Übernahme der Nordwest-Zeitung in Oldenburg war damals gescheitert. Diesmal umfasst der Deal jedoch alle Mitarbeiter und Publikationen der beiden erworbenen Titel, darunter die Norderneyer Badezeitung. Zusammen verfügen diese Zeitungen über eine Auflage von mehr als 8.500 Exemplaren.
NOZ/mh:n bezeichnet den Schritt als eine „strategische Investition“, mit der der lokale Journalismus in Ostfriesland und auf Norderney gestärkt werden soll. Jens Wegmann und Thorsten Schulze, zentrale Figuren des Übergangs, haben zugesichert, die regionale Expertise und Verbundenheit zu bewahren. Schulze wird die Geschäftsführung des Ostfriesischen Kuriers übernehmen, sobald das Bundeskartellamt die kartellrechtliche Freigabe erteilt. Darüber hinaus planen NOZ/mh:n und die SKN Mediengruppe, ihre Partnerschaft weiter auszubauen. Gemeinsame Aktivitäten umfassen den Anzeigenverkauf, den Druck, die Buchhaltung und IT-Dienstleistungen. Charlotte Basse, geschäftsführende Gesellschafterin der SKN Mediengruppe, wird sich künftig auf die verbleibenden Geschäftsbereiche der Gruppe konzentrieren.
Bevor der Deal abgeschlossen werden kann, müssen jedoch noch regulatorische Hürden überwunden werden. Bei einer Genehmigung würden der Ostfriesische Kurier und die Norderneyer Badezeitung unter die Führung von NOZ/mh:n fallen. Die erweiterte Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen soll zudem gemeinsame Verlagsfunktionen effizienter gestalten.
