Niedersachsens Minister warnt vor Hamsterkäufen bei Kinderarzneimitteln trotz stabiler Versorgung
H.-Dieter HuhnNiedersachsens Minister warnt vor Hamsterkäufen bei Kinderarzneimitteln trotz stabiler Versorgung
Niedersachsens Gesundheitsminister warnt vor Hamsterkäufen von Medikamenten
Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi hat Empfehlungen des Landesapothekerverbandes kritisiert, der zur Bevorratung von Arzneimitteln aufgerufen hatte.
2. Dezember 2025, 13:12 Uhr
Die Versorgung mit fieberlindernden Medikamenten für Kinder bleibt in Deutschland trotz jüngster Engpassbefürchtungen stabil. Gesundheitsminister Andreas Philippi versicherte, dass es weder bei Paracetamol- noch bei Ibuprofensäften zu kritischen Knappheiten komme. Gleichzeitig warnte er vor Hamsterkäufen, die vorübergehende Lieferverzögerungen verschärfen könnten.
Das Thema Arzneimittelengpässe war in den Fokus gerückt, nachdem frühere Produktionsverlagerungen die Verfügbarkeit beeinträchtigt hatten. Unternehmen wie Boehringer Ingelheim und Sanofi verlagerten in den 2000er- und 2010er-Jahren die Herstellung von Wirkstoffen (API) nach China und Indien, um Kosten zu sparen. Diese Verlagerung trug zu gelegentlichen Lieferengpässen bei, darunter einem spürbaren Paracetamol-Mangel im Jahr 2023 und Anfang 2024.
Die Bundesregierung betont, dass die Lieferketten für fieberlindernde Kinderarzneimittel derzeit gesichert seien. Philippis Appell gegen Hamsterkäufe zielt darauf ab, unnötige Belastungen des Systems zu vermeiden. Mit laufenden gesetzgeberischen Maßnahmen und noch aktiver inländischer Produktion versichern Behörden, die Lage unter Kontrolle zu haben.
