08 February 2026, 19:07

Niedersachsens Kommunen kämpfen mit Rekordschulden von 121,8 Millionen Euro

Eine belebte Stadtstraße mit verschiedenen Fahrzeugen, Fußgängern, Gebäuden, Strommasten, Schildern und Geländern, mit Text am unteren Bildrand.

Niedersachsens Kommunen kämpfen mit Rekordschulden von 121,8 Millionen Euro

Unbezahlte Schulden bei Kommunen in Teilen Niedersachsens erreichen neuen Höchststand

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Die ausstehenden Forderungen gegenüber Kommunen in Teilen Niedersachsens haben einen neuen Rekordwert erreicht. Die GesamtSumme beläuft sich mittlerweile auf 121,8 Millionen Euro in mehreren Städten. Die Zahlen zeigen deutliche Steigerungen in einigen Gebieten, wobei vor allem Gewerbesteuern und Forderungen aus dem Sozialbereich den größten Anteil der säumigen Zahlungen ausmachen.

Braunschweig verzeichnet mit 86,7 Millionen Euro die höchsten ausstehenden Schulden unter den Städten. Dies entspricht einem kontinuierlichen Anstieg – Ende 2024 waren es noch 79,3 Millionen Euro, ein Jahr zuvor 71,4 Millionen Euro. Ein Großteil der Summe entfällt auf unbezahlte Gewerbesteuern und öffentlich-rechtliche Forderungen, darunter auch Vorschüsse nach dem Unterhaltsvorschussgesetz.

Es folgt Salzgitter mit 19,4 Millionen Euro an uneinbringlichen Forderungen. Die größten ausstehenden Beträge der Stadt stammen aus Gewerbesteuern und Bußgeldern. Unterdessen sind die unbezahlten Forderungen in Wolfenbüttel auf über 6,9 Millionen Euro gestiegen, wobei Steuern allein 62,2 Prozent des Gesamtbetrags ausmachen.

In Peine belaufen sich die ausstehenden Schulden mittlerweile auf 4,9 Millionen Euro – ein Anstieg gegenüber früheren Werten. Mehr als die Hälfte davon (2,8 Millionen Euro) entfällt auf unbezahlte Gewerbesteuern. Auch Goslar verzeichnet ein Wachstum der Schulden, die nun 3,7 Millionen Euro übersteigen, wobei Gewerbesteuern und Grundabgaben die größten Posten darstellen.

Die Daten geben keine Auskunft darüber, welche weiteren Städte in die 121,8-Millionen-Summe einbezogen sind. Zudem fehlen Angaben, wie sich diese Schulden im Vergleich zu früheren Jahren entwickeln und welche Maßnahmen die Kommunen ergreifen, um die ausstehenden Beträge einzutreiben.

Die steigenden Schuldenstande unterstreichen die finanzielle Belastung der lokalen Behörden in der Region. Gewerbesteuern und Sozialleistungsforderungen bleiben die häufigsten Quellen für unbezahlte Rechnungen. Ohne weitere Gegenmaßnahmen könnte die Gesamtsumme in den kommenden Jahren weiter anwachsen.