02 February 2026, 06:53

Niedersachsen statten alle Lehrkräfte mit Tablets aus – 800 Millionen Euro für die digitale Schule

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer und nutzt Tablets, umgeben von ein paar Menschen, sowie einem Banner und einem Plakat im Hintergrund.

Alle Lehrer erhalten ebenfalls Tablets - ab Klasse 1 - Niedersachsen statten alle Lehrkräfte mit Tablets aus – 800 Millionen Euro für die digitale Schule

Ab diesem Sommer erhält jede Lehrkraft in Niedersachsen ein Tablet. Die Landesregierung hat dafür ein Budget von 800 Millionen Euro bereitgestellt, um die Digitalisierung der Schulen voranzutreiben, Klassenzimmer zu modernisieren und den Unterricht zu verbessern. Bildungsministerin Julia Willie Hamburg bezeichnete die Geräte als unverzichtbar für den heutigen Schulalltag.

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Den Anfang macht die Ausstattung der Lehrkräfte – rund 77.800 Pädagoginnen und Pädagogen an allgemeinbildenden Schulen sollen versorgt werden. Auch Grundschulen sind Teil der Initiative: Hier werden Klassensätze an Tablets angeschafft, damit jüngere Schülerinnen und Schüler praktische Erfahrungen mit digitalen Werkzeugen sammeln können.

Ab dem Schuljahr 2026/27 sollen dann die ersten Siebtklässler Leih-Tablets erhalten. Ursprünglich war geplant, alle Schülerinnen und Schüler mit Geräten auszustatten, doch das Vorhaben wurde auf eine schrittweise Einführung reduziert.

Ministerin Hamburg betonte, dass Tablets den Unterricht interaktiver gestalten und bei Recherchen, Verwaltungsaufgaben sowie der schulischen Kommunikation helfen könnten. Zudem stärkten sie die Medienkompetenz und den Zugang zu Lernmaterialien. Der oppositionelle CDU-Abgeordnete Christian Führer hingegen hinterfragte, ob das Geld nicht sinnvoller in andere dringende Bildungsbedarfe fließen sollte.

Zunächst werden alle Lehrkräfte mit den Geräten ausgestattet, bevor in den folgenden Jahren auch Schülerinnen und Schüler folgen. Mit der 800-Millionen-Investition will die Landesregierung digitale Werkzeuge fest im Schulalltag verankern. Die Opposition bleibt jedoch skeptisch – sowohl bei den Kosten als auch bei der Prioritätensetzung des Programms.