17 January 2026, 19:54

Niedersachsen reformiert Jagdgesetz: Mehr Tierschutz und weniger Bürokratie

Eine detaillierte Schwarz-Weiß-Karte des Königreichs Sachsen, Deutschland, die geographische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte sowie textuelle Informationen zu Grenzen und Städten zeigt.

Niedersachsen reformiert Jagdgesetz: Mehr Tierschutz und weniger Bürokratie

Die Landesregierung Niedersachsens hat einen Gesetzentwurf zur Änderung des Landesjagdgesetzes verabschiedet. Die Neuregelungen zielen darauf ab, den Tierschutz zu verbessern, den Hochwasserschutz zu stärken und überflüssige Bürokratie abzubauen. Zu den zentralen Änderungen gehören strengere Vorschriften zur Bejagung von Raubtieren, der Schutz von Wildtieren während der Mahd sowie die schrittweise Abschaffung von Wildgattern.

Nach dem neuen Gesetz unterliegen Nutrias – Nagetiere, die für ihre Dammbeschädigungen bekannt sind – künftig strengeren Kontrollmaßnahmen. Damit soll der Hochwasser- und Deichschutz in der Region gestärkt werden. Gleichzeitig müssen Wildgatter innerhalb von fünf Jahren nach Inkrafttreten des Gesetzes abgeschafft werden.

Vor der Mahd von Agrarflächen, insbesondere bis Mitte Juni, sind Landwirte künftig verpflichtet, nach Wildtieren wie Rehkitzen zu suchen. Der zuständige Jagdausübungsberechtigte muss vorher informiert werden. Falls dieser die Suche nicht durchführen kann, dürfen Grundbesitzer selbstständig Maßnahmen zum Wildtierrettung ergreifen.

Die Novelle führt zudem strengere Regeln für die Bejagung von Raubwild ein. Das Jagen mit Hunden in natürlichen Bauen wird verboten, während künstliche Baue weiterhin erlaubt bleiben. Darüber hinaus ist das Töten von Hunden unter Jagdschutz nun untersagt, und das Töten wildlebender Hauskatzen wird eingeschränkt.

Um den Papierkram zu reduzieren, entfallen die amtlichen Rehwild-Abschusspläne. Stattdessen übernehmen Grundeigentümer und Jagdpartner mehr Eigenverantwortung. Zudem wird die allgemeine Pflicht zur Präsentation von Trophäen gestrichen, wobei Ausnahmen in anerkannten Wildhegegemeinschaften möglich bleiben.

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium wird die Umsetzung der Änderungen begleiten, darunter die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Entwicklung konkreter Regeln für den Umgang mit Wölfen.

Veraltete bürokratische Prozesse wurden verschlankt, indem bestimmte Vorschriften abgeschafft wurden, um die Verwaltung für Jäger und Landwirte zu vereinfachen.

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Das überarbeitete Gesetz verlagert mehr Verantwortung auf Grundbesitzer und Jäger, während es gleichzeitig den Wildtierschutz verschärft. Maßnahmen wie strengere Raubtierkontrollen und verpflichtende Vorabkontrollen vor der Mahd sollen bald in Kraft treten. Zudem werden administrative Hürden abgebaut, und die vollständige Abschaffung von Wildgattern ist innerhalb von fünf Jahren vorgesehen.