Niedersachsen diskutiert den Internationalen Frauentag als neuen Feiertag
H.-Dieter HuhnNiedersachsen diskutiert den Internationalen Frauentag als neuen Feiertag
Kampagne für den Internationalen Frauentag als Feiertag in Niedersachsen gewinnt an Fahrt
Eine Initiative, den Internationalen Frauentag in Niedersachsen zu einem gesetzlichen Feiertag zu machen, hat an Unterstützung gewonnen. Ein Bündnis aus Gewerkschaften und Frauenverbänden startete 2024 eine Petition, die bereits über 5.000 Unterschriften sammelte. Der Vorschlag liegt nun dem Landtag zur Prüfung vor.
Den Anstoß gab eine gemeinsame Petition des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der Gewerkschaft ver.di und dem Landesfrauenrat Niedersachsen. Ihr Ziel: der 8. März soll in Niedersachsen als offizieller Feiertag anerkannt werden. Die Eingabe wurde vom Petitionsausschuss an das Plenum des Landtags weitergeleitet, wo sie nun debattiert wird.
Das Innenministerium hat die Idee inzwischen geprüft und sich mit den Initiator:innen der Kampagne ausgetauscht. Die Unterstützer:innen wollen ihren Druck erhöhen, indem sie Abgeordnete und die Öffentlichkeit direkt ansprechen. Zudem planen sie eine Kundgebung vor dem Landtag während der nächsten Plenarsitzung, um für ihren Antrag zu werben.
Damit der Frauentag tatsächlich zum Feiertag wird, müsste ein offizieller Antrag einer Fraktion eingebracht werden. Einige Wirtschaftsverbände äußerten Bedenken wegen möglicher wirtschaftlicher Folgen. Studien zeigen jedoch, dass die Einführung zusätzlicher Feiertage in anderen Bundesländern keine negativen Auswirkungen hatte.
Niedersachsen hat derzeit mit zehn Feiertagen die wenigsten in ganz Deutschland. Wird der Vorschlag angenommen, würde der 8. März als anerkannter Gedenktag in den Kalender aufgenommen. Die Entscheidung hängt nun von der politischen Unterstützung und den weiteren Beratungen in den kommenden Monaten ab.
