Neue Chefin der Landeszentrale: Wie Anikó Glogowski-Merten Niedersachsens politische Bildung reformiert
H.-Dieter HuhnNeue Chefin der Landeszentrale: Wie Anikó Glogowski-Merten Niedersachsens politische Bildung reformiert
Anikó Glogowski-Merten, eine 43-jährige FDP-Politikerin, hat die Leitung der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung übernommen. Die Ernennung folgt auf ihre Tätigkeit im Bundestag, wo sie bis zum vergangenen Jahr als kulturpolitische Sprecherin der FDP fungierte. In ihrer neuen Rolle wird sie sich darauf konzentrieren, das demokratische Engagement durch offene und digitale Formate zu stärken.
Glogowski-Merten wuchs in der DDR auf und studierte später Kunst und Pädagogik in Magdeburg und Eintracht Braunschweigs Universitätsstadt. Anschließend unterrichtete sie an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und arbeitete als Forum-Leiterin für die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.
Ihre politische Laufbahn umfasst auch ihre Mitwirkung – in persönlicher Funktion – an der Gestaltung der Ampelkoalition. Verheiratet mit dem SPD-Stadtrat Robert Glogowski, dem Sohn des ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Glogowski, pflegt sie parteiübergreifende Kontakte. Im Parlament setzte sie sich gegen das von der AfD unterstützte "Gesetz zur Begrenzung des Zuzugs" ein und unterstrich damit ihr Bekenntnis zu demokratischen Werten.
Erst kürzlich schloss sie sich Forderungen an, zu prüfen, ob gegen die AfD wegen extremistischer Verbindungen ein Parteiverbot eingeleitet werden sollte. Falko Mohrs, Niedersachsens Wissenschafts- und Kulturminister, lobte ihre Berufung und hob ihr Engagement hervor, vielfältige Zielgruppen zu erreichen. Die 2017 gegründete Landeszentrale hat das Ziel, das öffentliche Interesse an Demokratie und politischem Verständnis zu fördern.
Unter Glogowski-Mertens Führung soll die politische Bildungsarbeit in Niedersachsen durch Kooperationen mit Institutionen und der Zivilgesellschaft ausgebaut werden. Ihr Hintergrund in Lehre, Politik und überparteilichen Netzwerken prädestiniert sie dafür, inklusive und moderne demokratische Initiativen voranzutreiben. Die Arbeit der Landeszentrale wird unter ihrer Leitung weitergeführt – mit Fokus auf Zugänglichkeit und gesellschaftliche Teilhabe.
