Neubau der Huntebrücke: 230-Millionen-Projekt startet noch diesen Monat
Ekkehard ScheelNeubau der Huntebrücke: 230-Millionen-Projekt startet noch diesen Monat
Ersatz für die Huntebrücke in Wesermarsch: Bau startet noch diesen Monat
Noch in diesem Monat beginnen die Bauarbeiten für den Ersatz der Huntebrücke in der Wesermarsch. Die neue Konstruktion, die rund 230 Millionen Euro kosten wird, entsteht als Hub-Klappbrücke. Die Behörden rechnen mit einer Fertigstellung bis Ende 2027 oder Anfang 2028.
Das Projekt folgt auf jahrelange Behinderungen durch Schiffsunfälle mit der bestehenden Brücke. Die häufigen Schäden an der alten Konstruktion machten einen Neubau unverzichtbar. Um den Prozess zu beschleunigen, orientieren sich die Ingenieure eng an der Friesenbrücke, die derzeit über die Ems gebaut wird.
Auch das Design ähnelt der ursprünglichen Friesenbrücke, deren Planung 1965 begann und die nach etwa zehn Jahren im September 1975 fertiggestellt wurde. Sie verfügte ebenfalls über einen vergleichbaren Klappmechanismus. Diesmal wird der Schifffahrtskanal jedoch auf mindestens 42 Meter verbreitert, was den Flussverkehr erleichtern soll.
Die neue Huntebrücke wird 1,93 Meter höher liegen als ihr Vorgänger. Diese Anpassung soll die Häufigkeit verringern, mit der die Brücke für passierende Schiffe geöffnet werden muss. Gleichzeitig wird die Bahntrasse leicht gegenüber der aktuellen Behelfsbrücke verschoben, um den Zugverkehr während der Bauarbeiten aufrechterhalten zu können.
Nach der Fertigstellung wird die Brücke sowohl die Schifffahrt als auch die Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs verbessern. Die Investition von 230 Millionen Euro soll künftige Kollisionen verhindern und Wartungsverzögerungen reduzieren. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 oder Anfang 2028 geplant.
