25 March 2026, 12:32

Münchner Oktoberfest: Warum die Holzrutschbahn seit 89 Jahren für Adrenalin sorgt

Kleines rotes Dach mit einem Riesenrad davor, umgeben von Menschen und festlichen Oktoberfest-Dekorationen, vor einer Kulisse aus Gebäuden, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Münchner Oktoberfest: Warum die Holzrutschbahn seit 89 Jahren für Adrenalin sorgt

Seit 89 Jahren ist die Holzrutschbahn ein fester Bestandteil des Münchner Oktoberfests. Betrieben von einem Familienunternehmen in sechster Generation, bietet die hölzerne Rutschbahn Nervenkitzel – und gelegentlich auch spektakuläre Stürze – für die Festbesucher. Doch wer sie erfolgreich hinabgleiten will, braucht mehr als nur Mut.

Die Fahrt beginnt mit einem Förderband, das die Teilnehmer mit etwa 11 km/h einen 32 Meter langen Gummiband-Aufstieg hinaufbefördert. Oben angekommen, geht es eine 40 Meter lange Holzrinne hinab. Um nicht das Gleichgewicht zu verlieren, müssen die Fahrer Anlauf nehmen, sich nach vorne lehnen und sich nicht am Geländer festhalten.

Balance ist entscheidend – und die Herausforderung wird noch größer, wenn Alkohol im Spiel ist. Betrunkene Fahrer riskieren Schnittwunden, Prellungen oder sogar, dass ihnen auf halber Strecke übel wird. Offiziell ist Alkoholkonsum vor der Fahrt verboten, doch manche versuchen es trotzdem.

Die Holzrutschbahn ist mehr als nur eine Kuriosität: Hinter ihr steht ein Showman mit einem vielseitigen Werdegang. Außerhalb des Oktoberfests arbeitet er als Soldat, Gastronom und betreibt sogar eine Kinderbahn. Seine Familie hält die Attraktion seit 1935 am Laufen und macht sie damit zu einer der ältesten Traditionen auf dem Festgelände.

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Zwischenfälle gibt es immer wieder. Eine Gruppe Schotten sorgte einst für Aufsehen, als sie im Kilt – und ohne Unterwäsche – die Bahn hinabsauste. Zwar enden die meisten Unfälle glimpflich, doch die Betreiber betonen: Sicherheit hängt davon ab, dass die Regeln eingehalten werden.

Wer eine andere Art von Rutschvergnügen sucht, findet im norwegischen Hunderfossen eine ganzjährige Alternative. Die dortige Rodelbahn, ursprünglich für die Olympischen Winterspiele 1994 gebaut, erlaubt Besuchern im Sommer Fahrten mit Räderbobs und im Winter auf Eisbobs.

Die Münchner Holzrutschbahn bleibt eine Mischung aus Tradition, Adrenalin und gelegentlichem Chaos. Ihre Betreiber setzen weiterhin auf den Spagat zwischen Spaß und Sicherheit, damit die Attraktion ein Highlight des Festes bleibt. Und während ähnliche Angebote – wie die Olympische Bahn in Norwegen – beweisen, dass Rutschspaß viele Formen annehmen kann.

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