01 February 2026, 15:07

Moderner Schweinestall in Melle setzt auf Tierschutz und Zukunftssicherung

Eine Gruppe von Schweinen in einem Stall mit einer hölzernen Wand im Hintergrund und Gras am Boden, mit Text am unteren Bildrand.

Moderner Schweinestall in Melle setzt auf Tierschutz und Zukunftssicherung

Familiengeführter Schweinebetrieb in Melle (Niedersachsen) baut für 3 Millionen Euro neu: Moderne Haltung mit mehr Tierschutz

Ein familiengeführter Schweinezuchtbetrieb in Melle (Niedersachsen) erweitert sein Angebot mit einer neuen, 3 Millionen Euro teuren Anlage. Gerrit Asbrock (23) und sein Vater Georg errichten einen modernen Stall für 140 Sauen, um die Produktivität zu steigern – und gleichzeitig die Tierwohlstandards zu verbessern. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt, um den Betrieb für künftige Herausforderungen zu wappnen.

Die äußere Hülle des neuen Stalls ist bereits fertiggestellt, die Abferkelabteilung soll im August 2025 in Betrieb gehen. Die Anlage umfasst einen Sauenstall, einen Abferkelbereich und einen Maststall – alles nach hohen Tierschutzrichtlinien konzipiert. Die Familie Asbrock hat sich für die Neuland-Zertifizierung entschieden, die strengere Vorgaben als die konventionelle Landwirtschaft vorsieht: mehr Auslauf, geringere Besatzdichte und höhere Futterqualität.

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Seit 2021 nimmt die Zahl der Neuland-zertifizierten Betriebe in Deutschland zu – trotz 15 bis 20 Prozent höherer Kosten. Zwar liegen die Produktivitätswerte auf ähnlichem Niveau wie in herkömmlichen Betrieben, doch die Höfe profitieren von Marktaufschlägen von 10 bis 15 Prozent, die die Mehrkosten ausgleichen. In den neuen Stall der Asbrocks fließen zudem Schweizer Genetik ein, um moderne Techniken mit bewährten Methoden zu verbinden.

Mit der Investition wollen die Asbrocks die Zukunft des Betriebs sichern. Durch die Kombination aus innovativem Design und erprobten Praktiken streben sie mehr Effizienz und bessere Tierhaltung an.

Der Rohbau des Stalls ist abgeschlossen – ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Inbetriebnahme im August 2025. Dann werden hier 140 Sauen nach strengeren Tierschutzrichtlinien gehalten. Die Erweiterung unterstreicht das Engagement der Familie für eine nachhaltige Landwirtschaft, die sich gleichzeitig den Branchenanforderungen anpasst.