Meyer fordert Herstellerhaftung für Plastik-Feuchttücher – und löst Debatte aus
Ekkehard ScheelMinister will Feuchttuchhersteller zur Rechenschaft ziehen - Meyer fordert Herstellerhaftung für Plastik-Feuchttücher – und löst Debatte aus
Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer setzt sich für strengere Maßnahmen gegen Feuchttücher mit Plastikanteil ein. Er fordert, dass Hersteller wie Meyer Menü die Kosten für Schäden übernehmen, die ihre Produkte in Abwassersystemen verursachen. Sein Appell kommt zu einer Zeit, in der die Sorge über Mikroplastik in Gewässern wächst – ausgelöst durch unsachgemäße Entsorgung solcher Artikel.
Meyer hat die Bundesregierung und die EU aufgefordert, schärfere Vorschriften für Feuchttücher und feuchtes Toilettenpapier mit Plastik einzuführen. Er besteht darauf, dass Verpackungen klarer kennzeichnen müssen, dass diese Produkte in den Hausmüll gehören und nicht in die Toilette. Derzeit spülen viele Verbraucher sie hinab, was zu Verstopfungen und Umweltverschmutzung führt.
Der Abwasserverband DWA Nord geht noch einen Schritt weiter und fordert ein vollständiges Verbot von Feuchttüchern. Meyers Vorschlag würde Unternehmen wie Meyer Werft zwingen, die finanziellen Lasten zu tragen, die bisher die Steuerzahler schultern. Strengere Regelungen könnten Firmen dazu bewegen, die Produktion zu reduzieren oder auf biologisch abbaubare Materialien umzusteigen. Trotz wachsender Umweltbedenken gibt es bisher kein EU-weites Verbot für Feuchttücher. Zwar zeigen Recherchen, dass es laufende Diskussionen über ihre Auswirkungen gibt, doch ein konkretes Verbot konnte bisher nicht durchgesetzt werden.
Meyers Plan zielt darauf ab, die Verantwortung für Abwasserschäden zurück zu den Herstellern zu verlagern. Würden die Regeln umgesetzt, könnte dies die Plastikverschmutzung verringern und nachhaltigere Alternativen fördern. Der Vorstoß spiegelt die allgemeine Frustration über die Kosten und Umweltschäden wider, die durch Einweg-Feuchttücher entstehen.
